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Das Auge (lat. oculus) ist ein Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Lichtreizen. Es ist Teil des visuellen Systems und ermöglicht Tieren das Sehen. Die Aufnahme der Reize geschieht mit Hilfe von Fotorezeptoren, lichtempfindlichen Nervenzellen, deren Erregungszustand durch die unterschiedlichen Wellenlängen elektromagnetischer Strahlung aus dem sichtbaren Spektrum verändert wird.

Bei Wirbeltieren gelangen diese Nervenimpulse über die Sehnervenbahnen zum Sehzentrum des Gehirns, wo sie schließlich zu einer optischen Wahrnehmung verarbeitet werden.
Die Augen von Tieren unterscheiden sich in Aufbau und Funktionalität teilweise erheblich. Ihr biologischer Stellenwert und damit ihre Leistungsfähigkeit ist eng an die Anforderungen des jeweiligen Organismus angepasst. Auch die Anzahl der Augen ist ein evolutionäres Ergebnis der Lebensumstände. Manche Tiere, deren Orientierung weniger von visuellen Eindrücken bestimmt wird, benötigen lediglich eine grobe Unterscheidung von Hell und Dunkel, andere wiederum von Kontrast- und Bewegungsmustern. Höher entwickelte Augen dienen der kontrastreichen Bildwahrnehmung, deren Qualität mit der Fähigkeit steigt, Helligkeitsunterschiede sehr differenziert wahrzunehmen (Minimum visibile). Dies drückt sich wiederum in einer entsprechenden Sehschärfe (Minimum separabile) aus, die bei Tag, Dämmerung oder Nacht sehr unterschiedlich sein kann. Wieder andere benötigen weniger ein kontrastreiches Sehen als vielmehr ein großes Gesichtsfeld oder eine differenzierte Farbwahrnehmung in verschiedenen Wellenlängenbereichen.
Die Leistungsfähigkeit des Sehsinns und die Komplexität des anatomischen Aufbaus und der übergeordneten Bereiche zur Bilderzeugung und -verarbeitung steigt mit den Anforderungen der jeweiligen Lebensformen an die Qualität der visuellen Orientierung.

Im medizinischen Kontext bezieht sich das Wort "Auge" auf das Sinnesorgan, das für die visuelle Wahrnehmung verantwortlich ist. Das Auge befindet sich im Kopf und besteht aus vielen komplizierten Strukturen, die zusammenarbeiten, um Lichtstrahlen zu empfangen, zu verarbeiten und Bilder an das Gehirn zu senden.

Das Auge besteht aus mehreren Hauptteilen, darunter:

  • Die Hornhaut: Die transparente Schicht vor der Iris, die Lichtstrahlen in das Auge lenkt.
  • Die Iris: Der farbige Teil des Auges, der die Pupille (den schwarzen Punkt in der Mitte) enthält. Die Iris hilft bei der Regulierung des Lichteinfalls ins Auge.
  • Die Pupille: Der schwarze Punkt in der Mitte der Iris, der sich vergrößert oder verkleinert, um mehr oder weniger Licht ins Auge zu lassen.
  • Der Glaskörper: Der klare Teil des Auges, der hinter der Hornhaut und vor der Netzhaut sitzt. Der Glaskörper hält das Auge in Form und hilft bei der Fokussierung von Lichtstrahlen.
  • Die Netzhaut: Die empfindliche Schicht am hinteren Teil des Auges, die Lichtstrahlen in elektrische Signale umwandelt und an das Gehirn sendet.

Es gibt viele verschiedene Krankheiten und Störungen, die das Auge beeinträchtigen können. Einige Beispiele für Augenkrankheiten sind:

  • Katarakt: Eine trübe Linse, die die Sicht beeinträchtigen kann. Katarakte können durch Alter, Diabetes, Rauchen und andere Faktoren verursacht werden und können mit einer Operation behandelt werden.
  • Glaukom: Eine Erhöhung des Augeninnendrucks, die zu Schäden an der Netzhaut und dem Sehnerv führen kann. Glaukom kann ohne Symptome beginnen, aber wenn es unbehandelt bleibt, kann es zu irreversiblen Sehverlust führen.
  • Makuladegeneration: Eine degenerative Erkrankung der Netzhaut, die zu einem Verlust der Sehschärfe in der Mitte des Gesichtsfeldes führen kann. Makuladegeneration kann durch Alter, Rauchen, hohen Blutdruck und andere Faktoren verursacht werden und ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung bei älteren Menschen.
  • Diabetische Retinopathie: Schäden an der Netzhaut, die durch Diabetes verursacht werden.

Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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