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Diabetes (griechisch für "hindurchfließen") steht meist für Diabetes Mellitus, jedoch auch für:

  • Amindiabetes, siehe Cystinose, ein vermehrtes Ausscheiden von Aminen über die Niere
  • Bronzediabetes
  • Diabetes insipidus, eine Krankheit, die durch vermehrte Urinausscheidung (Polyurie) und ein gesteigertes Durstgefühl (Polydipsie) charakterisiert wird
  • Diabetes mellitus (auch Zuckerkrankheit),
  • eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, bei denen die Glukosekonzentration im Blut chronisch erhöht ist
  • Diabetes renalis (auch Diabetes innocens, Diabetes innocuus oder Nierendiabetes), eine Störung der Nierenfunktion, die durch eine konstante Ausscheidung von Glukose im Urin bei nicht erhöhtem Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist
  • Nierendiabetes
  • Phosphatdiabetes (auch familiäre hypophosphatämische Rachitis, Vitamin-D-resistente Rachitis oder idiopathisches Debré-de-Toni-Fanconi-Syndrom), eine vererbte Störung der Phosphatrückresorption im proximalen Nierentubulus

Therapie mit Hausmitteln

Wie Sie mit Diabetes gut leben können:
Jeden Tag vollführen etwa 12 Millionen Diabetiker den Drahtseilakt zwischen zu wenig und zu viel Zucker im Blut. Zu wenig Zucker - was durch eine Komplikation des Arzneimittels verursacht werden kann - kann zu Schwindel, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schwitzen, Zittern und, in schweren Fällen, zu Bewusstlosigkeit und Koma führen. Zuviel Zucker - ein Zustand, der oft eintritt, wenn man zu viel gegessen hat, besonders bei älteren und übergewichtigen Personen - kann zu Schwäche, Erschöpfung, extremem Durst, erschwerter Atmung und Bewusstlosigkeit führen. Wenn Diabetes nicht behandelt wird, sind die Aussichten düster: Blindheit, Nierenkrankheit, Schädigung der Blutgefäße, Infektionen, Herzkrankheiten, Nervenschäden, hoher Blutdruck, Schlaganfall, Amputation und Koma sind das Ergebnis.
Da die anfänglichen Symptome (Erschöpfung, Schwäche, häufiges Urinieren) normalerweise mild sind, erkennt die Hälfte der Diabetiker nicht, dass sie die Krankheit haben. Und das ist schlimm, denn mit einer frühen Diagnose und Behandlung sind die Chancen für ein langes und produktives Leben höher, als wenn sich die Krankheit unentdeckt weiterentwickelt, bis sie irreparablen Schaden anrichtet.
Wenn Sie Beweise brauchen, dass man mit Diabetes gut leben kann, brauchen Sie sich bloß diese berühmten Diabetiker anzusehen: Sängerin Ella Fitzgerald, Schauspielerin Mary Tyler Moore, sogar bevor die Behandlungsmethoden so weit fortgeschritten waren wie heute, schafften es Ernest Hemingway und Thomas Edison, die beide Diabetiker waren, ihre Zeichen in der Geschichte zu setzen.
Wenn Sie zu den glücklicheren Diabetikern gehören, deren Erkrankung von einem Arzt diagnostiziert wurde, dann haben Sie bereits eine Vorstellung davon, was in Ihrem Körper schiefgelaufen ist. Die Störung kommt von der Methode, wie Ihr Körper Kohlehydrate verarbeitet, die Sie mit der Nahrung aufnehmen. Normalerweise werden diese Nahrungsmittel zu einer Form von Zucker verarbeitet (Glukose genannt), der im Blutstrom entlangfließt, bis die Bauchspeicheldrüse, eine große Drüse hinter dem Magen, aktiv wird. Die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin, ein Hormon, das den Körperzellen sagt, sie sollen die Glukose aufnehmen. Wenn die Glukose in den Zellen ist, wird sie entweder dazu verwendet, Wärme oder Energie zu produzieren, oder sie wird als Fett abgelagert. Eine Person mit Diabetes produziert nur wenig oder gar kein Insulin oder wird gegen die Wirkungsweise des Hormons immun und kann dies nicht kompensieren. Auf jeden Fall kann die Glukose nicht in die Zellen gelangen. Sie sammelt sich im Blut an und wird später mit dem Urin ausgeschieden. Kurz gesagt, der Blutzucker steigt, während die Zellen verhungern.

Nur ca. ein Zehntel aller Diabetiker haben diese schwere Form der Krankheit, Typ I genannt, von der meistens Kinder und junge Erwachsene betroffen sind und die tägliche Insulininjektionen erfordert. Die meisten Leute haben eine Form von Diabetes, die Ärzte Typ II oder Erwachsenendiabetes nennen. Während ein Drittel der Typ II Diabetiker Insulin benötigt, um den Blutzucker unter Kontrolle zu bekommen, und ein weiteres Drittel Medikamente benötigt, um die Insulinproduktion anzuregen, kommt das letzte Drittel der Typ II Diabetiker mit nicht medizinischen Maßnahmen aus (Diät, Gewichtsabnahme und Bewegung), um die Krankheit zu kontrollieren. Egal zu welcher Gruppe Sie gehören, eine aktive Teilnahme an der Behandlung kommt Ihnen immer zugute. Tun Sie jedoch nichts, ohne vorher mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen. Er oder sie bestimmt, was gemacht wird. Dann liegt es an Ihnen, diese Ratschläge in die Tat umzusetzen. So wird's gemacht:

  • Halten Sie sich an eine besondere Diät. Das Ziel einer Diätintervention bei Typ I Diabetikern ist, kurz- und langfristige Komplikationen zu minimieren, indem man den Blutzuckerspiegel normalisiert. Das Ziel einer Diät beim Typ II ist, dem Patienten beim Erreichen und Halten eines normalen Körpergewichts zu helfen.
    Sowohl Typ I und Typ II Diabetiker sollten die Richtlinien der American Diabetes Association (ADA), die im Jahre 1986 aufgrund neuer Forschungsergebnisse überarbeitet wurden, befolgen. (siehe "ADA-Richtlinien")
  • Informieren Sie sich über Kohlehydrate. Das traditionelle Dogma für Diabetiker war folgendes: Meiden Sie einfache Kohlehydrate oder einfachen Zucker (wie z.B. weißer Zucker), weil diese den Blutzucker schnell in die Höhe treiben, und wählen Sie stattdessen lieber komplexe Kohlehydrate (wie z.B. die Stärke und Ballaststoffe in Getreideprodukten, Kartoffeln, Bohnen und Erbsen), weil diese den Blutzucker nur langsam erhöhen. Dieses Dogma ist heute jedoch zugunsten neuer Richtlinien gewichen, die eigentlich gar keine Richtlinien mehr sind.
    Bei der Planung einer Diabetikermahlzeit müssen viele Dinge in Betracht gezogen werden. Ein Nahrungsmittel, das alleine gegessen wird, kann sich anders auf den Blutzucker auswirken, als wenn es zusammen mit einem anderen Nahrungsmittel gegessen wird. Das gleiche gilt für gekochte und rohe Lebensmittel und sogar für unterschiedliche Markennamen beim etwa gleichen Lebensmittel. Hinzu kommt zuguterletzt, dass verschiedene Nahrungsmittel bei verschiedenen Leuten unterschiedliche Wirkungen auf den Blutzucker haben.
    Obwohl also komplexe Kohlehydrate wie Linsen, Sojabohnen, Erdnüsse und rote Bohnen noch immer das beste Mittel sind, um den Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit langsamer steigen zu lassen und niedrig zu halten, so zeigt die heutige Forschung jedoch, dass Saccharose (weißer Zucker) für Typ II Diabetiker nicht völlig verboten sein muss, wenn der Glukosespiegel im Blut nach der Aufnahme solchen Zuckers normal bleibt. Es kann möglich sein, unter ärztlicher Aufsicht mit 'verbotenen Nahrungsmitteln' zu experimentieren. Aber bevor Sie sich auf die Bonbons stürzen, ist es wichtig, darauf vorbereitet zu sein, zu beobachten, wie der Blutzuckerspiegel darauf antwortet.
  • Gewöhnen Sie sich an Ballaststoffe. Das Geheimnis der Wirksamkeit komplexer Kohlehydrate kann im Ballaststoffgehalt liegen. Obwohl die Ursache und Wirkung der Ballaststoffe bei der Kontrolle der Typ II Diabetes noch nicht genau festgestellt wurde, so wissen wir doch, dass solche Nahrungsmittel sehr sättigend sind und enorm zur Gewichtsabnahme und Gewichtserhaltung beitragen können.
  • Informieren Sie sich über die verschiedenen Zuckerarten. Es gibt viele verschiedene Arten von Zucker, und jede hat eine potentiell andere Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Die grundlegendste Form von Zucker ist Glukose, oder Dextrose, die den Blutzuckerspiegel schneller als jede andere Art in die Höhe treibt, wenn sie aufgenommen wird. Saccharose erhöht den Blutzuckerspiegel fast so schnell wie Dextrose. Fruktose dagegen, manchmal auch Frucht- oder Traubenzucker genannt, hat im allgemeinen mildere Auswirkungen auf den Blutzucker. Wenn Sie Ihre Diabetes gut unter Kontrolle haben, werden diabetische Desserts oder Bonbons mit reiner Fruktose Ihren Blutzuckerspiegel wahrscheinlich nicht viel in die Höhe treiben. Andererseits liefert Fruktose jedoch ebenso viele Kalorien wie andere Zuckerarten, ist also für Diabetiker, die abnehmen müssen, nicht die beste Wahl.
  • Reduzieren Sie Ihr Risiko. Um zu betonen, dass Übergewicht das schlimmste Problem für Typ II Diabetiker ist, erklären manche Diabetesexperten gerne, dass Sie, wenn Sie herausfinden wollen, ob man irgendwie Diabetes bekommen kann, nur viel essen und dick werden müssen. Andere Dinge können zwar auch zu Diabetes führen, aber Übergewicht ist die Hauptursache. Etwa 80 Prozent der Patienten mit Typ II Diabetes waren übergewichtig, als bei ihnen Diabetes diagnostiziert wurde. Überflüssiges Gewicht kann Diabetes beschleunigen und sogar Diabeteskomplikationen auslösen, insbesondere Herz- und Kreislaufkrankheiten und Schlaganfall.
    Im Gegensatz dazu hat sogar ein mittelmäßiger Gewichtsverlust drastische Auswirkungen: Hohe Insulinspiegel fallen, die Leber sondert weniger Glukose ins Blut ab, und periphere Muskelgewebe reagieren besser auf Insulin und nehmen die Glukose besser auf. So wie Übergewicht zur Insulinresistenz führt, so kann eine Gewichtsabnahme den Zustand umkehren. Wenn Personen mit Typ II Diabetes abnehmen, sind sie oftmals keine Diabetiker mehr. Typ II Diabetiker brauchen in vielen Fällen nur ein ideales Körpergewicht zu erreichen und zu halten. Und solange sie das nicht tun, hilft alles andere auch nicht viel. (Siehe "Ändern Sie Ihre Gewohnheiten" für Tips zum Abnehmen.)
  • Machen Sie keine "Radikal- oder Nulldiät". Eine zu schnelle Gewichtsabnahme hält selten an und kann sogar gefährlich sein, wenn Sie ohne ärztliche Aufsicht durchgeführt wird. Manchmal verschreibt ein Arzt tatsächlich eine sehr kalorienarme Diät, um die Gewichtsabnahme zu beginnen, aber meist nur für einen sehr kurzen Zeitraum. Im allgemeinen ist es am besten, mit einer fettarmen, kalorienarmen und ausgewogenen Diät zusammen mit gesteigerter Bewegung abzunehmen. Vermeiden Sie rezeptfreie Appetitzügler, die Phenylpropanolamin (PPA), auch Norephedrin genannt, enthalten.
  • Essen Sie mehrere, kleine Mahlzeiten. Viele Experten glauben, dass normale Blutzuckerspiegel sich für Typ II Diabetiker leichter erzielen lassen, wenn man nicht zu große Portionen auf einmal isst. Drei kleine Mahlzeiten pro Tag -Frühstück, Mittagessen und Abendessen - und noch zwei oder drei kleine Zwischenmahlzeiten sind besser. Das Insulin des Diabetikers kann damit besser umgehen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie Ihre Kaloriengrenze nicht überschreiten.
  • Achten Sie auf Ihre Füße. Neuropathie, eine Schädigung der Nerven, ist ein häufiges Problem für Diabetiker. Es tritt meist in den Füßen oder Beinen auf und die Symptome sind u.a. Brennen, Schmerzen oder Taubheit. Neuropathie kann gefährlich sein, wenn sie zum Verlust des Gefühls in einem Körperteil führt, da dadurch auch eine kleinere Fußverletzung unbemerkt bleibt und dann zu einer ernsten Infektion, zum Gangrän und sogar zur Amputation der Gliedmaße führen kann. Diabetiker sollten daher Ihre Füße immer sehr gut pflegen. (Siehe "Fußnoten für Diabetiker.")
  • Treiben Sie Sport. Regelmäßige Bewegung bringt viele Vorteile. Bewegung kräftigt das Herz und andere Muskeln, stärkt die Knochen, senkt den Blutdruck, kräftigt die Atemwege, trägt zum Anstieg des HDL (gutes Cholesterin) und zum Wohlbefinden bei, baut Stress ab, hilft bei Gewichtsabnahme, steigert die Arbeitskraft und bringt Ihnen das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Für Diabetiker hat Bewegung noch mehr Vorteile, sportliche Betätigung fördert den Transport des Zuckers aus dem Blut in die Zellen, wo es als Energie verbrannt wird, und verbessert die Fähigkeit der Zelle, auf das Insulin zu reagieren, so dass der Bedarf an Insulin reduziert wird.
  • Nicht jede Sportart ist für jeden Diabetiker gleich gut geeignet. Wenn Ihr Blutzucker hoch ist, kann sportliche Betätigung ihn senken. Wenn er niedrig ist, macht Bewegung ihn noch niedriger. Diejenigen, die Medikamente nehmen, müssen mit ihrem Arzt zusammenarbeiten, um die notwendigen Anpassungen zu machen. Aufgrund der Anfälligkeit für Neuropathie müssen Diabetiker die Nervenenden in den Füßen schützen und sollten deshalb vielleicht belastende Aktivitäten wie z.B. Jogging meiden. Ein anderer Faktor ist der, dass Diabetiker leichter "austrocknen". Intensiver Sport kann zudem die Kapillaren in den Augen, die ohnehin durch die Diabetes schon geschwächt sind, gefährden und somit zu Rissen, Sehstörungen und sogar Blindheit führen. Sie sollten also Ihr Sportprogramm sorgfältig und mit Hilfe Ihres Arztes aussuchen. Besonders wenn Sie über 40 sind, kann es sein, dass Sie sich einer allgemeinen medizinischen Untersuchung, sowie einem Herz-Kreislauftest und einem Bewegungstest unterziehen müssen, bevor Sie mit Ihrem Sportprogramm beginnen können.
    Wenn Sie einmal die Erlaubnis ihres Arztes haben, regelmäßig Sport treiben zu dürfen, sollten Sie sich realistische Ziele stecken, um zu hohe oder zu niedrige Blutzuckerspiegel oder andere Probleme zu vermeiden, die dadurch entstehen könnten, dass Sie zu viel zu schnell machen. Jemand, der bisher wenig Sport getrieben hat und zudem übergewichtig ist, sollte nicht daran denken, Rennen zu laufen.
    Schwimmen, Fahrradfahren und schnelles Gehen werden empfohlen. Gehen ist sogar die Sportart, bei der sich alle medizinischen Experten einig sind, dass sie für Diabetiker ideal ist. Der durchschnittliche Typ II Diabetespatient ist über 50, übergewichtig und nicht sportlich aktiv. Gehen ist für solche Personen eine angenehmere und weniger anstrengende Sportart. Denken Sie jedoch daran, dass die positive Wirkung des Sports nur ein bis zwei Tage anhält. Ihr Ziel sollte also sein, mindestens jeden zweiten Tag Sport zu treiben.
  • Achten Sie auf Ihren Mund. Diabetiker müssen besonders gut auf ihre Zähne achten. Gute Mundhygiene ist für jeden wichtig. Da Diabetiker anfälliger für Infektionen sind, sollten Sie besonders darauf achten, Karies und periodontalen Krankheiten vorzubeugen. Halten Sie sich einen Vorrat an Zahnbürsten, damit Sie sich nicht mit alten, verbrauchten Zahnputzhilfen herumquälen müssen. Putzen Sie nach jeder Mahlzeit und vor dem Schlafengehen die Zähne und verwenden Sie immer Zahnseide. Gehen Sie regelmäßig zur Untersuchung zu Ihrem Zahnarzt.
  • Überprüfen Sie Ihr Gebiss. Ein schlechtsitzendes Gebiss oder eine schlechtsitzende Brücke können jeden frustrieren, der damit leben muss. Für einen Diabetiker sind die Konsequenzen weitaus schlimmer als nur Frustration. Ein Gebiss, das im Mund herumwackelt, kann zu wunden Stellen führen, die nicht abheilen. Es ist mehr als ärgerlich, unter solchen Problemen zu leiden, besonders wenn diese so leicht von einem Zahnarzt beseitigt werden. könnten. Wenn Sie wunde Stellen im Mund entdecken oder sich Ihr Gebiss bewegt oder wackelt, gehen Sie zum Zahnarzt, um das Problem beseitigen zu lassen.
  • Gewinnen Sie die Oberhand. Wie motiviert man sich für ein Spiel, das keine Halbzeit hat und nie vorbei ist? Das ist die Frage, mit der Diabetiker jeden Tag kämpfen. Eine Möglichkeit ist, so viel wie möglich über die Krankheit zu lernen, um sie besser kontrollieren zu können. Diabetiker lernen ständig neues über Ihre Krankheit und müssen sich immer wieder an neue Veränderungen in ihrem Lebensstil und Verhalten anpassen.
    Es ist nicht zu vermeiden, dass es sogar bei einem Diabetiker, dessen Krankheit völlig unter Kontrolle zu sein scheint, gelegentliche schnelle oder sogar starke Schwankungen im Blutzuckerspiegel gibt, die durch emotionalen oder körperlichen Stress, Mahlzeiten oder sogar die Tageszeit hervorgerufen werden. Wenn man mit diesen Schwankungen rechnet und sie akzeptiert, dann können diese Episoden einfach als Stolpersteine auf dem Weg betrachtet werden, statt als große Umleitung.
  • Tun Sie sich etwas Gutes. Obwohl es wichtig ist, so viel wie möglich über Ihre Diabetes zu lernen und Ihre Behandlung konsequent fortzuführen, sollten Sie jedoch auch manche Dinge nicht so eng sehen. Man findet ohnehin nur noch wenige Menschen, die sich die Zeit nehmen, die schönen Dinge des Lebens zu genießen. Diabetiker neigen besonders dazu, sich in ihrer Krankheit zu verlieren, so dass es für sie manchmal schwierig ist, sich mehr auf die positiven Dinge des Lebens zu konzentrieren. Machen Sie eine Liste der Dinge, die Sie gerne tun würden, wenn Sie Zeit hätten-und nehmen Sie sich dann die Zeit, einige dieser Dinge auch tatsächlich zu tun. Offensichtlich sollte der Verzehr einer Schachtel Pralinen nicht auf der Liste stehen. Dem Einen hilft es vielleicht, ins Weltall zu blicken, für den Nächsten ist es das Schläfchen am Nachmittag, und der Dritte ist vielleicht froh, endlich den Schrank aufräumen zu können.
  • Tun Sie anderen etwas Gutes. Es ist schwerer, an seine eigenen Probleme zu denken, wenn man dabei ist, das Leben eines anderen glücklicher zu machen. In jeder Stadt oder in jedem Ort gibt es Menschen, denen es nicht so gut geht und die noch viel schlimmere Probleme haben. Im städtischen Krankenhaus oder in der Bücherei können Sie meist mehr über freiwillige Dienste erfahren. Oder klopfen Sie an die Tür eines älteren Nachbarn, der das Haus nicht verlassen kann. Er wird sich sicher über einen Besuch freuen.

Frühe Warnzeichen

Frühe Diagnose und Behandlung ist sehr wichtig, um Diabetikern ein gesunderes, längeres Leben zu ermöglichen. Wenn Sie die folgenden frühen Warnzeichen feststellen oder den Verdacht haben, dass Sie Diabetes haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Einige der frühen Warnzeichen für Diabetes I sind:

  • häufiges Urinieren zusammen mit ungewöhnlich großem Durst,
  • extremer Hunger,
  • schneller Gewichtsverlust und schnelles Ermüden, Schwäche und Erschöpfung,
  • Reizbarkeit, Übelkeit und Erbrechen.

Einige frühe Warnzeichen für Diabetes II sind:

  • häufiges Urinieren zusammen mit ungewöhnlich großem Durst,
  • verschwommenes Sehen oder eine andere Veränderung des Sehvermögens,
  • Prickeln oder Taubheit in den Beinen, Füßen oder Fingern,
  • häufige Hautinfektionen oder juckende Haut,
  • Schnitte und blaue Flecken heilen langsam,
  • Müdigkeit
  • Vaginitis bei Frauen,
  • Erektionsstörungen beim Mann.

Ändern Sie Ihre Gewohnheiten

Wie jeder, der eine Diät macht, weiß braucht man manchmal mehr "Ich-will-nicht-Kraft" als Willenskraft. Manchmal machen es sich die Leute schlichtweg zu einfach, schwach zu werden. Hier sind einige Tips zum Erfolg:

  • Lernen Sie, welche Dinge Sie schwach machen. Wenn die bloße Ansicht einer Bäckerei bei Ihnen einen Heißhunger auf Kuchen auslöst, machen Sie es sich zur Gewohnheit, die andere Straßenseite zu benutzen. Werden Sie sich solcher Mechanismen bewusst und lernen Sie, sie zu kontrollieren.
  • Lagern Sie keine großen Mengen an Nahrungsmitteln im Haus. Manche übergewichtigen Leute glauben, dass Speisen in Reichweite auch gegessen werden müssen. Kaufen Sie nur so viele Lebensmittel, wie Sie für einige Gerichte benötigen.
  • Kochen Sie Ihr Essen selbst, statt sich auf Restaurantessen zu verlassen. Zum einen ist das Essen im Restaurant oder zum Mitnehmen aufgrund der Zubereitungsart meist kalorienreicher, zum anderen laufen Sie Gefahr, zu viel zu bestellen und zu viel zu essen.

ADA-Richtlinien

Diese Empfehlungen sollten als "Grundregeln" für einen Typ II Diabetiker angesehen werden. Diäten sollten den Bedürfnissen jedes Einzelnen angepasst werden, Sie sollten also mit Ihrem Arzt über Ihre Diät sprechen, bevor Sie irgendwelche Änderungen machen.

  • Erhöhen Sie die Kohlehydratzufuhr auf mehr als die Hälfte der gesamten Kalorien. Jedes Gramm Kohlehydrate hat vier Kalorien.
  • Beschränken Sie die Proteinzufuhr auf 12 bis 20 Prozent der gesamten Kalorien. Ein Gramm Eiweiß liefert ebenfalls vier Kalorien.
  • Reduzieren Sie Ihre Fettaufnahme auf weniger als 30 Prozent der Gesamtkalorien und versuchen Sie immer, gesättigte Fettsäuren durch mehrfach oder einfach ungesättigte Fettsäuren zu ersetzen. Jedes Gramm Fett hat neun Kalorien, gehen Sie also vorsichtig damit um!
  • Beschränken Sie Ihre Cholesterinaufnahme auf weniger als 300mg täglich. Wenn Sie gesättigte Fettsäuren meiden, reduzieren Sie auch automatisch die Cholesterinaufnahme.
  • Bauen Sie Ballaststoffe in Ihren Speiseplan ein. Ballaststoffe sollten in so vielen Mahlzeiten wie möglich enthalten sein.

Hypoglykämie: Die Krankheit, die keine ist

Fühlen Sie sich nach einer Mahlzeit - oder wenn sie zu lange nichts gegessen haben - müde? Benommen? Schwindelig? Ein wenig unruhig? Dann gehören Sie vielleicht zu den Tausenden von Leuten, denen gesagt wurde oder die sich selbst davon überzeugt haben, dass sie unter niedrigem Blutzucker - oder Hypoglykämie - leiden, und die sich geirrt haben.
Hypoglykämie, auch niedriger Blutzucker genannt, ist ein Zustand, der vor einigen Jahren auftauchte und angeblich durch zu hohen Zuckerkonsum verursacht wurde, was zu einem hohen Glukosespiegel führte, gefolgt von einem sehr niedrigen Glukosespiegel. Wahrscheinlicher ist, dass die Symptome durch das Weglassen von Mahlzeiten, Schlafmangel oder Stress hervorgerufen wurden.
Es gibt Hypoglykämie allerdings tatsächlich. Ärzte unterscheiden zwei grundlegende Arten. Die eine Art heißt fastende Hypoglykämie und entsteht meist, wennman eine oder mehrere Mahlzeiten ausgelassen hat. Sie entwickelt sich langsam mit dem Absinken des Blutzuckers. Diese Art verursacht meist Symptome des zentralen Nervensystems, und die Ursachen dafür können ernsthafte, zugrundeliegende Erkrankungen sein, wie z.B. Tumore, die Insulin produzieren. Typ I Diabetiker, die zuviel Insulin für die aufgenommene Nahrungsmenge genommen haben, können Symptome der fastenden Hypoglykämie bekommen.
Die zweite Art, die reaktive Hypoglykämie, tritt etwa zwei Stunden nach dem Essen auf, besonders dann, wenn die Mahlzeit reich an Kohlehydraten war. Zu den häufigsten Symptomen gehören Zittern, Schwäche, Schwitzen, schneller Herzschlag und Ohnmacht. Diese Symptome zeigen an, dass der Körper auf einen plötzlichen Abfall des Zuckerspiegels reagiert, indem er Adrenalin, Cortisol und Glukagon produziert, Hormone, die die Aufgabe haben, den Blutzuckerspiegel wieder zu normalisieren. Menschen in den Anfangsstadien von Diabetes können in seltenen Fällen diese Art Hypoglykämie haben, sie kommt aber häufiger bei Patienten vor, die intensive Operation im Bauchbereich oder andere Operationen hatten.

Fußnoten für Diabetiker

Eine häufige Beschwerde vieler Menschen ist: "Meine Füße bringen mich um!" Für einen Diabetiker kann diese Aussage tatsächlich zutreffen. Der Verlust der Nervenfunktion, besonders an den Fußsohlen, kann das Schmerzempfinden einschränken. Dadurch kann eine Verletzung oder eine Wunde am Fuß unentdeckt bleiben, die sich, wenn sie nicht behandelt wird, zu einem Geschwür oder Gangrän entwickeln kann. Ein Diabetiker muss besonders auf seine Fußpflege achten. So fangen Sie unten an:

  • Untersuchen Sie Ihre Füße. Untersuchen Sie Ihre Füße jeden Abend gründlich, um sich zu vergewissern, dass Sie sich keine Wunde, Blase, keinen Schnitt oder Kratzer oder eine andere kleine Verletzung zugezogen haben, die sich zu einem größeren Problem entwickeln könnte. Wenn Ihr Sehvermögen schlecht ist, bitten Sie jemanden mit guten Augen, Ihre Füße für Sie zu untersuchen.
  • Waschen, abspülen, abtrocknen. Ein sauberer Fuß ist ein gesunder Fuß und weniger anfällig für Infektionen. Saubere Füße fühlen sich auch besser an.
  • Vermeiden Sie Operationen im Badezimmer. Unter normalen Bedingungen geht keine große Gefahr davon aus, Hühneraugen oder Schwielen mit einen Bimsstein abzureiben. Für einen Diabetiker kann ein solches Vorgehen jedoch zu einer kleinen Hautreizung führen, die wund wird, sich entzündet und sich schließlich zu einem Geschwür weiterentwickelt.
  • Entfernen Sie die "Entferner". Ätzende Mittel zum Entfernen von Hühneraugen und Schwielen können auf der Haut eines Diabetikers eine ernsthafte Chemikalienverbrennung verursachen. Verwenden Sie diese Mittel niemals.
  • Versorgen Sie die kleinen Dinge. Jedes Mal, wenn ein Schnitt, eine Wunde, eine Verbrennung, ein Kratzer oder eine andere kleine Verletzung auf dem Fuß eines Diabetikers auftaucht, sollte diese Wunde sofort versorgt werden.
    Waschen Sie die Verletzung mit Wasser und Seife, um alle Fremdkörper zu entfernen. Decken Sie die Wunde mit einem sterilen Verband ab. Gehen Sie mit Klebeband vorsichtig um, wenn überhaupt, weil es die Haut beim Abziehen schwächen kann. Verwenden Sie lieber papier- oder stoffähnliches Band. Wenn die Wunde nicht heilt oder Sie Anzeichen einer Entzündung entdecken, wie z.B. Rötung, rote Streifen, Wärme, Schwellung, Schmerzen oder Nässen, sollten Sie einen Facharzt für Fußkrankheiten aufsuchen.
  • Wählen Sie Ihre Schuhe sorgfältig. Da eine Person mit Diabetes Schmerzen, die durch schlecht passende oder zu enge Schuhe verursacht werden, nicht immer spürt, sollten Diabetiker beim Schuhkauf sehr sorgfältig auf eine gute Passform achten.

Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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