Eine Aminosäure ist eine chemische Verbindung, die mindestens aus Stickstoff (N), Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O) besteht.

Aus chemischer Perspektive betrachtet sind Aminosäuren sogenannte Carbonsäuren mit Aminogruppe, die korrekterweise als Aminocarbonsäuren bezeichnet werden müssten. Im alltäglichen Sprachgebrauch hat sich der allgemeinere Begriff „Aminosäuren“ durchgesetzt. Aminosäuren kommen in allen Lebewesen vor. Die einfachste Aminosäure ist das Glycin, das sich direkt von der Essigsäure ableitet und daher auch als Aminoessigsäure bezeichnet werden kann. Insgesamt gibt es hunderte Aminosäuren, aber die für den Menschen am interessantesten sind die sogenannten proteinogenen Aminosäuren. Diese 20 proteinbildenden Aminosäuren sind Bestandteile von Proteinen und Peptiden.

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Die Bausteine von Proteinen werden bei der Zerlegung von Proteinen, der sogenannten Proteolyse, freigesetzt. Aminosäuren werden in essentielle und nicht essentielle Aminosäuren unterschieden. Essentielle Aminosäuren kann ein Organismus nicht selber herstellen, daher müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden. Sie werden für viele wichtige Körperfunktionen wie das Wachstum, dem Gewebs- und Muskelaufbau und für verschiedene Stoffwechselfunktionen benötigt.
Aminosäuren werden in der Leber in den Stoffwechsel eingebracht oder zu Proteinen umgebaut. Von dort an entfalten sie eine unterschiedliche Wirkung. Als Transportstoff für Fettsäuren oder als Botenstoff im Nerven- oder Verdauungssystem sind sie für den Körper unentbehrlich. Mit einer ausgewogenen Ernährung sollte eine optimale Versorgung an Aminosäuren gewährleistet werden. Nahrungsmittel sollten entsprechend kombiniert werden, um eine höchstmögliche biologische Wertigkeit zu erzielen.
Je höher die biologische Wertigkeit, desto wertvoller ist das Eiweiß für den menschlichen Körper. Über herkömmliche Lebensmittel ist das Erreichen einer hohen biologischen Wertigkeit, die in etwa bei 130-140 liegt, nicht möglich. Eine biologische Wertigkeit in dieser Höhe kann ausschließlich über künstlich angereichte Produkte entstehen. Diese sind in der Regel unter dem Namen „Nahrungsergänzungsmittel“ bekannt. Insbesondere Profi-Sportler greifen häufig auf Eiweißkonzentrat mit angereicherten Aminosäuren zurück. Um sicher zu gehen, ob die ausgewählten Aminosäuren die gewünschte hohe biologische Wertigkeit besitzen, ist auf die Einhaltung von Standards zu achten. Ein Sportnahrungshersteller, wie zum Beispiel ESN, stellt die Aminosäuren unter Beachtung von geltenden Standards wie GMP, BRC, FSMA, IFS Food oder FSSC 22000 her.

Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.