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Keuchen bezeichnet ein hörbares, pfeifendes Atemgeräusch, das meist beim Ausatmen auftritt und auf eine Verengung oder Blockierung der Atemwege hinweist. Dieses Symptom tritt häufig bei Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder akuten Infektionen auf.

Allgemeine Beschreibung

Keuchen ist ein charakteristisches Atemgeräusch, das durch eine Verengung der Atemwege verursacht wird. Es klingt oft wie ein hohes Pfeifen oder Zischen und ist ein typisches Symptom bei Erkrankungen, die die Bronchien oder kleinere Atemwege betreffen. Der Luftstrom durch die verengten Atemwege erzeugt das typische Geräusch, das sowohl bei der Einatmung (inspiratorisches Keuchen) als auch bei der Ausatmung (exspiratorisches Keuchen) auftreten kann.

Keuchen ist oft mit Atembeschwerden, Kurzatmigkeit und einem Gefühl von Enge in der Brust verbunden. Die Ursachen für Keuchen sind vielfältig und können allergische Reaktionen, Infektionen, strukturelle Anomalien der Atemwege oder chronische Erkrankungen umfassen.

Anwendungsbereiche

Keuchen kann in verschiedenen medizinischen Kontexten auftreten, einschließlich:

  • Asthma: Eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der Keuchen durch Bronchokonstriktion und Schleimansammlung verursacht wird.
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD): Eine progressive Lungenerkrankung, die durch chronische Bronchitis und Emphysem gekennzeichnet ist und oft zu Keuchen führt.
  • Allergien: Reaktionen auf Allergene wie Pollen, Staub oder Tierhaare können zu einer Verengung der Atemwege und somit zu Keuchen führen.
  • Atemwegsinfektionen: Akute Infektionen wie Bronchitis oder Lungenentzündung können Entzündungen und Verengungen der Atemwege verursachen, was Keuchen auslösen kann.
  • Fremdkörper in den Atemwegen: Inhalierte Fremdkörper können die Atemwege blockieren und zu Keuchen führen, besonders bei Kindern.

Bekannte Beispiele

  • Asthmaanfall: Ein akuter Asthmaanfall führt häufig zu intensivem Keuchen, das eine sofortige medizinische Behandlung erfordert.
  • COPD-Exazerbation: Eine Verschlechterung der COPD-Symptome, oft ausgelöst durch Infektionen oder Umweltfaktoren, führt häufig zu verstärktem Keuchen und Atemnot.
  • Allergischer Anfall: Bei Menschen mit schweren Allergien kann der Kontakt mit Allergenen zu einem allergischen Anfall führen, der sich durch starkes Keuchen bemerkbar macht.

Behandlung und Risiken

Die Behandlung von Keuchen hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Zu den gängigen Behandlungsmethoden gehören:

  • Medikamente: Bronchodilatatoren (zum Beispiel Salbutamol) und inhalative Kortikosteroide werden häufig verwendet, um die Atemwege zu erweitern und Entzündungen zu reduzieren.
  • Sauerstofftherapie: Bei schweren Fällen kann eine Sauerstofftherapie notwendig sein, um die Sauerstoffversorgung des Körpers zu verbessern.
  • Antibiotika: Bei bakteriellen Infektionen der Atemwege können Antibiotika erforderlich sein.
  • Allergieprävention: Identifizierung und Vermeidung von Allergenen, um allergische Reaktionen und Keuchen zu verhindern.

Risiken des Keuchens umfassen eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Körpers (Hypoxie) und mögliche Komplikationen wie Atemversagen, besonders wenn das Keuchen unbehandelt bleibt oder sich verschlimmert. Chronisches Keuchen kann auch die Lebensqualität beeinträchtigen und zu einer erhöhten Belastung der Atemmuskulatur führen.

Symptome, Therapie und Heilung

Symptome: Typische Symptome, die mit Keuchen einhergehen, sind Atemnot, Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit und gelegentlich Husten. Keuchen kann sowohl intermittierend als auch konstant auftreten.

Therapie: Die Therapie richtet sich nach der Ursache des Keuchens. Bei Asthma und COPD werden häufig inhalative Medikamente eingesetzt, um die Atemwege zu öffnen und Entzündungen zu reduzieren. Bei allergischem Keuchen können Antihistaminika und die Vermeidung von Allergenen helfen. Infektionen werden in der Regel mit Antibiotika behandelt.

Heilung: Die Heilungschancen hängen von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Chronische Erkrankungen wie Asthma und COPD erfordern eine langfristige Behandlung und Überwachung, während akute Infektionen oft vollständig geheilt werden können, wenn sie richtig behandelt werden.

Ähnliche Begriffe

  • Stridor: Ein pfeifendes Geräusch, das meist beim Einatmen auftritt und auf eine Verengung der oberen Atemwege hinweist.
  • Dyspnoe: Allgemeiner Begriff für Atemnot oder erschwerte Atmung, der oft mit Keuchen verbunden ist.
  • Rhonchi: Rasselnde Geräusche in den Atemwegen, die durch Sekretansammlungen in den Bronchien verursacht werden.

Zusammenfassung

Keuchen ist ein charakteristisches Atemgeräusch, das durch eine Verengung oder Blockierung der Atemwege verursacht wird. Es tritt häufig bei Erkrankungen wie Asthma, COPD und Atemwegsinfektionen auf und ist oft mit Atemnot und Engegefühl in der Brust verbunden. Die Behandlung von Keuchen erfordert eine genaue Diagnose der zugrunde liegenden Ursache und kann medikamentöse Therapien, Sauerstofftherapie und andere Maßnahmen umfassen. Trotz der potenziellen Risiken kann eine angemessene Behandlung die Symptome lindern und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessern.

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Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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