Die Allergie ist eine erworbene oder angeborene überempfindliche Reaktion des Körpers, der durch körperfremde Stoffe ausgelöst wird, z.B. Pollen, Nickel, Collagen.

Bei einer allergischen Erkrankung kann das Immunsystem nicht mehr zwischen schädlichen und unschädlichen Substanzen unterscheiden. Der Körper wehrt sich gegen harmlose Stoffe. Außerdem wird bei der Allergie ein Überschuss an Antikörpern gebildet.

Pollen im Frühling, Smog im Sommer, fallende Blätter im Herbst und Hausstaub im Winter. Für Millionen Menschen bringt jede Jahreszeit ihre eigenen Allergene und Reizerreger mit sich. Für Menschen, die unter Heuschnupfen oder Allergien leiden, rufen diese die unterschiedlichsten Symptome hervor: Von der ständig laufenden Nase bis hin zum ausgewachsenen Allergieanfall mit Husten, Niesen und juckenden Augen. Für Menschen, die unter solchen Allergien wie allergisches Asthma oder Bienenallergie leiden, kann ein Allergieanfall tödlich enden.

In vielen Fällen ist es schwierig, Allergiesymptome von Symptomen anderer Beschwerden, wie z.B. einer Erkältung, einer Deformation der Nase oder einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zu unterscheiden. Aus diesem Grunde empfehlen viele Ärzte, Allergien von einem Allergologen (ein Arzt, der Allergien behandelt) richtig diagnostizieren zu lassen, um die selbstverordnete Einnahme von unangemessenen Medikamenten oder anderen Mitteln zu vermeiden.

Zudem können viele Allergiker vom breiten Angebot an erhältlichen Behandlungsmethoden profitieren, wie z.B. neue, verschreibungspflichtige Antihistamine, die nicht müde machen, Nasensprays mit Kortikosteroiden und Allergieinjektionen, die gegen ein bestimmtes Allergen immun machen können (als Allergen bezeichnet man eine Substanz, die, wie Pollen, eine allergische Reaktion hervorruft). Wenn Sie nicht zum Arzt gehen, verpassen Sie möglicherweise eine Behandlung, die Ihnen große Erleichterung bringen könnte.
Viele milde Allergien, wie saisonaler Heuschnupfen oder eine Allergie gegen Katzen, können mit einer Kombination aus richtig dosierten, nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten und einer Reihe von Strategien zur Verminderung oder Eliminierung des Kontaktes mit besonders reizenden Allergen behandelt werden.
Die folgenden Tipps dienen dazu, das Unwohlsein, welches durch die häufigsten Allergien ausgelöst wird, zu lindern und zu vermindern. Sie können mit der Behandlung des Allergologen kombiniert werden, oder aber, wenn Ihre Allergien mild sind, auch alleine angewandt werden.

Vermeiden Sie den Übeltäter. Es ist manchmal die beste Art, allergiebedingtes Unwohlsein zu lindern, indem man einfach den Kontakt mit dem Allergen soweit wie möglich vermeidet. Wenn Sie z.B. gegen Katzen allergisch sind, dann sollen Sie Besuche bei Freunden, die Katzen haben, vermeiden. Wenn Sie es nicht verhindern können, in der Nähe einer Katze zu sein, so sollte dies nur kurz sein. Vermeiden Se das Tier zu berühren oder hochzunehmen.
Spülen Sie die Augen. Wenn Ihre Augen jucken oder gereizt sind und Sie keine Allergiemedizin haben, hilft es, die Augen mit kühlem, klaren Wasser zu spülen. Es hilft zwar nicht so gut wie Antihistamine, richtet aber auch keinen Schaden an.

Oft hilft ein warmer Waschlappen. Wenn Ihre Nebenhöhlen oder Stirnhöhlen verstopft sind und schmerzen, kann ein warmer Waschlappen den Fluss wieder etwas in Gang bringen. Legen Sie den Waschlappen über die Nase und den oberen Wangenbereich und entspannen Sie sich einige Minuten.
Verwenden Sie Salzlösung. Es hilft das Spülen der Nase mit Salzlösung bei Allergien der oberen Atemwege, weil dadurch solche Erreger, die in der Nase festsitzen und Entzündungen hervorrufen können, entfernt werden. Die Lösung kann sogar einige der entzündeten Zellen selbst entfernen.
Waschen Sie die Haare. Wenn Sie sich während der Pollenflugsaison lange draußen aufgehalten haben, sollten Sie Ihr Haar waschen, wenn Sie wieder im Haus sind, um den Pollen zu entfernen. Der klebrige Pollen bleibt im Haar hängen und gerät dadurch auch leicht in die Augen.
Duschen Sie. Wenn Sie mitten in der Nacht hustend und niesend mit einem Allergieanfall aufwachen, sollten Sie sich heiß abduschen. Dadurch werden Pollenreste, die sich während des Tages auf Ihrem Körper angesammelt haben, weggespült. Das warme Wasser wirkt zudem entspannend und lässt Sie leichter wieder einschlafen.
Tragen Sie eine Sonnenbrille. Durch eine Sonnenbrille können Sie Ihre Augen an einem windigen Tag in der Pollenflugsaison vor herumfliegenden Allergenen schützen. Zusätzlichen Schutz bietet eine Brille mit Seitenschutz oder eine Schutzbrille.
Achten Sie auf die Luft. Luftverschmutzung kann bestehende Allergien verschlimmern und sogar Allergien hervorrufen. Halten Sie sich an Smogtagen so wenig wie möglich draußen auf oder tragen Sie eine Staubmaske, besonders, wenn Sie draußen Sport treiben. Die Maske filtert zwar nicht alles aus, aber sie hilft.
Erklären Sie Ihr Haus zur rauchfreien Zone. Gestatten Sie es nicht, dass in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung geraucht wird. Tabakrauch ist ein berüchtigter Reizstoff, der Allergien der Luftwege verschlimmern oder sogar hervorrufen kann.

Halten Sie die Fenster geschlossen. Die meisten Menschen, außer denen, die draußen arbeiten, verbringen die meiste Zeit im Haus. Dies ist während der Pollenflugsaison ein großer Vorteil für diejenigen, die unter Allergien leiden. Bei Pollenallergien ist es wichtig, die Fenster geschlossen zu halten. Geschlossene Fenster sorgen dafür, dass der Pollen nicht ins Haus oder in die Wohnung gelangt. Für Allergiker gibt es in der Pollenflugsaison einfach keine "frische" Luft. Zwar können Geräte, die die Raumluft reinigen, den Pollen im Haus entfernen, aber solche Geräte wirbeln leider auch eine Menge Staub auf.

Filtern Sie Ihren Staubsauger. "Es ist sehr wichtig, die Allergieauslöser beim Putzen nicht wieder ins Haus zurückzuschleusen. Zum Beispiel nützt es wenig, wenn Ihr Staubsauger winzige Staubpartikel wieder in die Luft zurückbläst, während Sie staubsaugen. Es ist besser, einen Filter auf der Abluftöffnung Ihres Staubsaugers anzubringen, wenn Sie einen Staubsauger mit Schlitten haben (aufrechte Staubsauger haben normalerweise keine Abluftöffnung). Wenn der Staub Ihnen große Probleme bereitet und Sie es sich finanziell leisten können, investieren sie in ein industrielles Staubsaugersystem. Manche Allergologen empfehlen eine Marke, die Nilfisk heißt. Dieser Staubsauger verfügt über ein ausgezeichnetes Filtersystem und kostet im Einzelhandel ca. 500,00 €. Wenden Sie sich an Ihren Allergologen, um zu erfahren, wo Sie solche Filter oder speziellen Staubsauger bekommen können. 

Wischen Sie mit einem feuchten Lappen Staub. Einmal pro Woche staubwischen ist wichtig - wenn es aber nicht richtig gemacht wird, können dadurch Allergien der Atemwege verschlimmert werden. Es ist besser, auf Staubwedel zu verzichten, da sie den Staub nur herumwirbeln. Stattdessen sollte man den Staub in einem feuchten Lappen einfangen. Sprays, die zum Staubwischen verwendet werden, können bestehende Allergien durch ihren Geruch verschlimmern.

Wischen Sie nicht selbst Staub. Wenn Staubwischen Ihre Allergien verschlimmert, tun Sie es nicht. Bitten Sie stattdessen Ihren Ehepartner oder ein Familienmitglied, dies für Sie zu tun, oder stellen Sie eine Putzhilfe ein.

Entfeuchten Sie die Luft. Staubmilben (mikroskopisch kleine Insekten, die für Stauballergien verantwortlich sind) vermehren sich in einer feuchten Umgebung sehr schnell. Die Anschaffung eines Geräts zur Luftentfeuchtung oder einer Klimaanlage, die ebenso gut wirkt, ist eine gesundheitsfördernde Investition. Ein Luftentfeuchter wirkt auch gegen Schimmel, ein weiteres Allergen. Schalten Sie beim Kochen oder Duschen die Abzugshaube bzw. im Bad den Ventilator ein. Das trägt dazu bei, die Feuchtigkeit im Haus gering zu halten.

Muss es wirklich brennen? Obwohl die Verbrennung von Haushalts- und Baustellenabfall weit verbreitet ist, ist dies keine gute Idee. Mit Schwermetallen oder anderen Chemikalien behandeltes Holz ist für jedermann ungesund, Allergiker oder Asthmatiker aber leiden noch viel stärker unter den Emissionen. Achten Sie auch darauf, was Sie in Ihrem Kamin verbrennen. Am besten ist es natürlich, ganz vom Kamin fernzubleiben, wenn dieser brennt.

Reduzieren Sie den Rauch. Für viele Menschen mit Atemwegsallergien stellt Holzrauch ein besonderes Problem dar. Das größte Problem bei Holzöfen ist das "Ersticken" des Feuers, d.h. den Sauerstoff zu reduzieren, um das Feuer langsam ausgehen zu lassen. Durch dieses Ersticken werden giftige Reizstoffe freigesetzt, die Sie und Ihre Nachbarn einatmen.

Lassen Sie jemand anderen Rasenmähen. Während der Pollenflugsaison sollte ein Allergiker nicht selbst den Rasen mähen. Erkundigen Sie sich, wann in Ihrem Gebiet Pollenflugsaison ist. 

Waschen Sie Ihr Haustier. Dies ist ein weniger bekannter Trick für Katzen- oder Hundebesitzer, die gegen Fell allergisch sind: Baden sie Ihr Haustier häufig. Es gibt viele Hinweise dafür, dass die Zahl der Allergene im Fell eines Tieres durch häufiges Baden in warmem Wasser erheblich reduziert werden. Tiere scheiden Substanzen aus ihren Schweißdrüsen und ihrem Speichel aus - diese Substanzen sind wasserlöslich und abspülbar.

Wenn man mit dem Baden beginnt, wenn die Katzen noch klein sind, steigen die Chancen dafür, dass das Bad zu einem harmonischen Erlebnis wird. Baden Sie das Tier jede zweite Woche in lauwarmem Wasser und ohne Seife. Es ist zudem ratsam, sich so bald wie möglich, nachdem Sie Ihr Haustier angefasst haben, die Hände zu waschen.

Spült der Spülgang Ihrer Waschmaschine richtig? Chemikalien im Waschpulver und anderen Waschmitteln führen bei vielen Menschen zu Allergien. Es gibt eigentlich gar keine milden Waschmittel. Es ist sehr wichtig, dass der letzte Spülgang Ihrer Waschmaschine das Waschpulver gründlich aus der Wäsche spült.

Planen Sie voraus. Buchen Sie im voraus, wenn Sie Ihren Urlaub oder eine Geschäftsreise planen, um ein Zimmer zu finden, das Ihren Allergien entgegenkommt. Bitten Sie um ein Zimmer, das nicht im Erd- oder Untergeschoss liegt. Ein solches Zimmer könnte einmal unter Wasser gestanden haben und immer noch einen günstigen Lebensraum für Schimmel darstellen. Sehen Sie sich nach einem Hotel um, in dem keine Haustiere erlaubt sind, damit Sie nicht unter dem Hund oder der Katze Ihres Vormieters leiden müssen. Wenn möglich, bringen Sie Ihr eigenes, mit Plastik oder Vinyl bezogenes Kissen mit.

Auswahl und Gebrauch von nicht rezeptpflichtigen Antihistaminen
Wenn Ihr Arzt Ihnen gestattet, solche Medikamente zu nehmen, dann sind nicht rezeptpflichtige Antihistamine ein gutes Mittel, um kostengünstig Ihre Allergien zu bekämpfen. Viele Menschen missbrauchen jedoch diese Medikamente, weil sie glauben, damit augenblicklich und wann immer sie es für nötig halten, ihren Juck- oder Niesreiz bekämpfen zu können.
Das Problem mit Antihistaminen ist, dass die meisten Leute warten, bis es ihnen schlecht geht, bevor sie das Medikament nehmen. Dann wundern sie sich, warum es nicht hilft. Bei klassischem Heuschnupfen erzielen Sie den größten Nutzen, wen Sie ein bis zwei Wochen vor Beginn der Allergiesaison mit der Einnahme der Antihistamine beginnen. (Wann die Saison beginnt, hängt davon ab, wo Sie wohnen).

Empfehlenswert ist als Antihistamin der Wirkstoff Chlorpheniramin Maleat, der in vielen nicht rezeptpflichtigen Präparaten enthalten ist.

Chlorpfeniramin Maleat ist eines der ältesten und sichersten Allergiemedikamente, dessen Wirksamkeit bewiesen ist. Es wirkt gegen Niesen, gegen eine juckende, laufende Nase und juckende Augen. (Wenn Ihre Nase verstopft ist, probieren Sie eine Kombination aus Chlorpheniramin und Pseudoephedrin, ein abschwellendes Mittel.) Es wird empfohlen, mit einem Viertel der auf der Packung angegebenen Dosis zu beginnen und diese langsam auf 24 Milligramm pro Tag zu steigern (12 Milligramm morgens und 12 Milligramm abends), vorausgesetzt, diese Dosis macht Sie nicht müde. Erfahrungsgemäß lässt die Müdigkeit nach ein bis zwei Wochen nach. Daher wird empfohlen, das Medikament anfangs nur Abends einzunehmen und erst, wenn Sie es gut vertragen, mit der Einnahmen am Morgen zu beginnen. (Wenn dieses Medikament Sie müde macht, fahren Sie auf keinen Fall ein Fahrzeug und bedienen Sie keine schweren Maschinen). Eine Dosis von 24 Milligramm hilft in etwa 75% der Fälle bei Pollensymptomen.
Antihistamine helfen am besten, wenn sie als vorbeugende Maßnahme eingesetzt werden. Menschen mit Allergien gegen Haustiere sollten diese Medikamente ca. 10 bis 14 Tage im voraus einzunehmen wenn sie wissen, dass sie Kontakt mit einem Haustier haben werden.

Ist es eine Lebensmittelallergie?
Leiden Sie unter Verstopfung, wenn Sie Molkereiprodukte zu sich nehmen? Fühlen Sie sich schlapp, wenn Sie rotes Fleisch gegessen haben? Bekommen Sie von Zucker Kopfschmerzen? Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit "ja" beantwortet haben, haben Sie wahrscheinlich keine Lebensmittelallergie.
Es besteht ein großer Unterschied zwischen dem, was die meisten Leute für eine Lebensmittelallergie halten, und einer richtigen Lebensmittelallergie. Der Unterschied ist wichtig, denn eine richtige Lebensmittelallergie kann tödlich sein, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit nicht. Wenn Sie wirklich gegen ein bestimmtes Lebensmittel allergisch sind, dann tritt die Reaktion sofort auf, innerhalb von ein paar Minuten oder ein paar Stunden, nachdem Sie dieses Nahrungsmittel gegessen haben. Die häufigsten Symptome sind Ausschläge, verbreitete Schwellung um Augen und Mund oder Bauchkrämpfe. Ein weniger häufiges Symptom sind Schwierigkeiten beim Atmen. In schweren Fällen kann es zu extrem niedrigem Blutdruck, Schwindel oder Bewusstlosigkeit kommen. In diesen Fällen sollte immer ein Krankenwagen oder Notarzt gerufen werden.

Es gibt folgende Allergien:

  • Heuschnupfen (Pollenallergie)
  • Lichtallergie
  • Nahrungsmittelallergie (Lebensmittelallergie)
  • Pollenallergie (Heuschnupfen)
  • Sonnenallergie
Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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