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Kreatinin ist ein Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels und ein wichtiger Laborwert zur Beurteilung der Nierenfunktion.

Allgemeine Beschreibung

Kreatinin entsteht im Körper beim Abbau von Kreatin, das in der Muskulatur zur Energieversorgung dient. Es wird über das Blut zur Niere transportiert und dort fast vollständig über den Urin ausgeschieden. Da die Kreatininbildung relativ konstant ist und direkt von der Muskelmasse abhängt, eignet sich der Kreatininwert als Indikator für die Filterleistung der Nieren (glomeruläre Filtrationsrate, GFR).

Typische Ausprägungen

  • Erhöhter Kreatininwert: Hinweis auf eine eingeschränkte Nierenfunktion, z. B. bei chronischer Nierenerkrankung, akuter Niereninsuffizienz oder Dehydrierung.

  • Niedriger Kreatininwert: Kann bei verminderter Muskelmasse, Schwangerschaft oder bestimmten Lebererkrankungen auftreten.

Empfehlungen

Anwendung im persönlichen Alltag

Ein leicht erhöhter Kreatininwert sollte Anlass zu weiterführender Diagnostik sein. Im Alltag können eine ausgewogene Ernährung, körperliche Aktivität und die Vermeidung von Risikofaktoren helfen, die Nierenfunktion zu erhalten.

Ähnliche Begriffe

  • GFR (glomeruläre Filtrationsrate): Maß für die Nierenleistung, berechnet aus dem Kreatininwert.

  • Harnstoff: Ein weiteres Abbauprodukt im Blut, das zusammen mit Kreatinin die Nierenfunktion beurteilen hilft.

  • Kreatin: Energiespeicherstoff in den Muskeln, Vorläufer von Kreatinin.

Zusammenfassung

Kreatinin ist ein wichtiger Laborwert zur Bewertung der Nierenfunktion. Abweichungen vom Normwert können auf akute oder chronische Nierenerkrankungen hindeuten und sollten ärztlich abgeklärt werden. Eine gesunde Lebensweise unterstützt den Erhalt der Nierengesundheit.

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