Daumenlutschen ist eine Angewohnheit von Menschen und anderen Primaten, den Daumen in den Mund zu stecken und daran zu saugen oder zu lutschen. 

Es war sicherlich süß als Ihre Kinder noch im Säuglingsalter waren, aber jetzt, wo sie langsam ins Kindergartenalter kommen, machen Sie sich Gedanken über die schlechte Angewohnheit, den Daumen dauernd im Mund zu haben. Sie fühlen sich ein wenig beschämt, wenn Sie mit Ihrem Kind in der Öffentlichkeit sind und besorgt, was die Spielkameraden in der Schule sagen werden.

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Sie sind damit nicht allein. Ärzte schätzen, dass etwa 18 Prozent der Kinder im Alter von zwei bis sechs am Daumen lutschen. Warum fangen sie damit überhaupt an? Die Möglichkeiten für einen Säugling sind sehr begrenzt. Ihr am besten entwickeltes Verhalten ist Saugen/Lutschen. Daumenlutschen ist eines der wenigen Mittel, mit dem sich Kinder selbst beruhigen können. Die meisten Experten empfehlen, dass Eltern nicht versuchen sollten, dem Kind das Daumenlutschen abzugewöhnen, bis das Kind erkennen lässt, dass es so weit ist, aufzuhören. Wenn Ihr Kind diesen Punkt erreicht hat, lesen Sie weiter.

  • Lassen Sie Ihr Kind entscheiden, ob es ein Problem ist. Wenn es nur eine Information gäbe, die Kinderärzte über das Daumenlutschen bekannt geben dürften, dann wäre es diese: Das beste Mittel, dafür zu sorgen, dass ihr Kind auch weiterhin am Daumen lutscht ist, es zu bitten, damit aufzuhören. Die beste Zeit aktiv zu werden ist, wenn das Kind zu Ihnen kommt und sich darüber beschwert, dass die anderen Kinder sich über sein Daumenlutschen lustig machen, es aber nicht weiß, wie es damit aufhören soll. In anderen Worten, wenn Ihr Kind nicht motiviert ist, werden Sie es nicht schaffen, ihm zu helfen, diese Angewohnheit abzulegen.
  • Belohnen Sie Erfolge. Bilden Sie ein spielerisches, auf Belohnungen basierendes System, um Ihrem Kind zu helfen, das Daumenlutschen abzulegen. Kaufen Sie einen Kalender und platzieren Sie ihn am Kühlschrank. Für jeden Tag, an dem Sie Ihr Kind nicht beim Daumenlutschen sehen, kleben Sie einen kleinen Aufkleber auf den Kalender. Am Ende einer bestimmten Zeitperiode, sagen wir einen Monat, können Sie für diese Aufkleber eine Belohnung versprechen, wie z.B. ein Spielzeug oder ein Essen in einem Lieblingsrestaurant Ihres Kindes.
  • Zwingen Sie Ihr Kind nicht. Wenn Sie Ihr Kind am Daumen lutschen sehe, sollten Sie es nie darauf ansprechen. Dies ist eine viel bessere und erfolgreichere Art, als das Kind direkt anzusprechen und Ihr Kind zum Aufhören zu zwingen.
  • Stellen Sie Misserfolge nicht in den Vordergrund. Wenn Ihr Kind einen Rückfall hat, kann es sehr schädlich sein. darauf näher einzugehen, wie z.B. mit einem speziellen Misserfolgsaufkleber. Misserfolge haben die Angewohnheit, sich ständig zu wiederholen.
  • Fangen Sie mit den leichteren Sachen an. Eine Strategie, Ihrem Kind beim Aufhören zu helfen, ist zunächst an den Tageszeiten anzufangen, an denen es sowieso weniger am Daumen lutscht, wie z.B. in der Öffentlichkeit, und nicht wenn die schlechte Angewohnheit am meisten ausgeprägt ist z.B. vor dem Schlafengehen. Fangen Sie mit den Tageszeiten an, bei denen die Erfolgschancen für Ihr Kind am größten sind. Verwahren Sie die schwierigsten Zeiten für das Ende auf. Sie können eine doppelte Belohnung geben, wenn das Kind während der schwierigsten Tageszeiten nicht am Daumen lutscht.
  • Schreien Sie nicht mit Ihrem Kind. Auch wenn Sie manchmal frustriert sind, wenn Ihr Kind einen Rückfall hat, verwahren Sie sich den Ärger darüber für den Tennisplatz. Was immer Sie tun, schreien Sie das Kind nicht an oder bestrafen Sie das Kind nicht. Schreien macht Ihr Kind nervös und wenn Kinder nervös sind, lutschen sie noch mehr am Daumen.
  • Warten Sie, bis es von alleine aufhört. Wissen Sie, was mit den meisten Kinder passiert, die mit vier, fünf oder sechs Jahren noch am Daumen lutschen? Sie hören damit auf. Die Eltern erzählen ihnen, dass die Kinder dieses Jahr wesentlich weniger Daumenlutschen als letztes Jahr, oder dass es nur noch vor dem Fernseher oder wenn es müde ist Daumen lutscht. In den meisten Fällen, im Alter von sechs oder sieben, wird das Kind aufhören, weil es von den Schulkameraden gehänselt wird. Sie schämen sich wegen der schlechten Angewohnheit. Wenn das Daumenlutschen ein Zeichen für ein tieferliegendes Problem, wie Traurigkeit oder Angstzustände ist, dann sollte jemand aus der Familie oder unmittelbaren Nähe der Familie die Ursache dafür finden. In diesen Fällen ist Daumenlutschen nicht anderes als alle anderen Symptome, die bei Angstzuständen auftreten. Kinder lutschen am Daumen, weil es für sie beruhigend wirkt. Der beste Weg, dieses Verhalten nicht zu ändern, ist darauf zu bestehen, dass das Verhalten geändert werden muß.

Wie wichtig ist es Ihnen?


Die althergebrachte Meinung über das Daumenlutschen war, dass dieses schlimme Laster Kieferprobleme hervorrufen kann und deshalb abgewöhnt werden sollte. Die Zeiten haben sich jedoch geändert.
Wenn Ihr Kind im Alter von vier oder fünf Jahren ist, fangen Eltern an, sich Sorgen über das Daumenlutschen zu machen. Sie machen sich oft Gedanken, dass diese Angewohnheit auf Sie als Eltern zurückgeführt wird. Es ist normale für Eltern, dass Sie sich Gedanken über solche Dinge machen, aber es ist nicht in Ordnung, wenn das Kind darunter leiden muss. Es ist wichtig, dass die Eltern erkennen, in welchem Stadium die Kinder sich befinden, und sie sollten sich nicht zu sehr einmischen oder die falschen Dinge tun, um zu helfen.

Und was ist mit Zahnproblemen? Enden Daumenlutscher nicht alle mit Zahnklammern? Tatsache ist, dass viel weniger Kindern durch Daumenlutschen Zahnprobleme bekommen als man meint. Es gibt eine Reihe von Zahnvorrichtungen, die helfen können, einem Kind das Daumenlutschen abzugewöhnen, aber sie können nur empfohlen werden, wenn deren Anwendung dem Kind nichts ausmacht. Erzwungene oder befohlene Anwendung dieser Hilfsmittel kann die Psyche des Kindes in Mitleidenschaft ziehen und die Psyche ist wahrscheinlich wichtiger als die Zähne.

 

Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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