Der Schluckauf (lateinisch Singultus) ist eine kräftige, reflektorische und periodische Einatmungsbewegung (Kontraktion) des Zwerchfells.

Es ist ein Reflex wie das Beinzucken, wenn der Arzt auf das Knie klopft. Man hat Schluckauf, wenn der Vagusnerv oder einer seiner Äste, die vom Gehirn zum Unterleib laufen, gereizt wird. Der Vagusnerv leitet diesen Reiz an den Zwerchfellnerv weiter, der zum Zwerchfell führt, dem Muskel unter der Lunge, der die Atmung unterstützt. Das Zwerchfell reagiert darauf mit Krämpfen, die den Schluckauf verursachen. Experten sagen, dass Schluckauf in den meisten Fällen. von Verdauungsstörungen ausgelöst wird. Zum Glück ist Schluckauf meist nur eine lästige Plage. Woran liegt es dann, dass man manchmal anscheinend ohne Grund Schluckauf hat? Es gibt noch keine genaue Antwort auf diese Frage. Die Experten wissen jedoch, dass sogar Säuglinge Schluckauf bekommen, dass dieser Reflex das ganze Leben lang erhalten bleibt und etwa drei bis fünf mal im Jahr auftritt. Die meisten Hausmittel gegen den Schluckauf wirken auf zwei Arten. Manche versuchen, den Vagusnerv zu überreizen. Die Nerven reagieren auf verschiedene Reize, wie z.B. Temperatur und Geschmack. Wenn ein Reiz stärker als ein anderer, dann informiert der Vagusnerv das Gehirn, dass es wichtigeres zu tun gibt. Das Gehirn schaltet dann den Schluckauf ab. Andere Methoden, die die Atmung beeinflussen, erhöhen den Kohlendioxydgehalt im Blut. Für den Körper ist dann die Beseitigung des Kohlendioxyds wichtiger als der Schluckauf. Im folgenden finden Sie bewährte Mittel aus beiden "Lagern":

  • Halten Sie sich die Ohren zu. Manche Ärzte empfehlen, sich die Ohren zuzuhalten aber nicht, damit Sie Ihren Schluckauf nicht hören. Die Äste des Vagusnervs scheinen auch bis ins Gehör zu reichen. Wenn man die Nervenenden dort reizt, reagiert der Vagusnerv. Der Druck, der dadurch in den Ohren entsteht kommt dem Würgereflex gleich, den Sie spüren, wenn Sie den Finger tief in den Hals stecken. Andere Ärzte sind jedoch der Meinung, man solle nichts in die Ohren stecken, was kleiner als der Ellenbogen ist, um nicht das Innere des Ohrs zu reizen oder zu beschädigen. Wenn Sie also diese Methode wählen, um Ihren Schluckauf zu beseitigen, seien Sie vorsichtig dabei und stecken die Finger nicht zu weit in die Ohren.
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  • Lassen Sie sich erschrecken. Mit einem plötzlichen Schreck reizt man den Vagusnerv stärker als alles andere. Es ist ein ähnlicher Mechanismus, den Eltern manchmal anwenden, wenn ein Kind endlos schreit. Aus Frustration Ärger schreit ein Elternteil das Kind an, damit es aufhört. Erstaunlicherweise hört das Kind meist sofort auf, fast wie auf Befehl. Indem Sie den Vagusnerv erschrecken, können Sie ihn zum Schweigen bringen.
  • Trinken Sie Wasser. Das Schlucken von Wasser unterbricht den Schluckauf, was die Nerven beruhigen kann. Mit Wasser zu gurgeln kann die gleiche Wirkung haben und den Schluckauf stoppen.
  • Versuchen Sie Zucker. Die Nervenenden im Mund werden dadurch überreizt. Nehmen Sie einen Teelöffel Zucker und versuchen Sie, den Zucker auf den hinteren Teil der Zunge zu geben, dort wo man "Sauer" schmeckt. Auf diese Art und Weise wirkt der Zucker am besten.
  • Ziehen Sie an Ihrer Zunge. Sie können Ihren Schluckauf beseitigen, indem Sie Ihre Zunge herausstecken und daran ziehen.
  • Kitzeln Sie den Schluckauf weg. Kitzeln Sie den weichen Gaumen im Mund mit einem Wattestäbchen, um den Schluckauf loszuwerden. Oder, wenn es Ihnen Spaß macht, gekitzelt zu werden, lassen Sie jemand anderen Ihre kitzeligen Stellen finden.
  • Halten Sie die Luft an. Halten Sie sich die Nase zu und schließen Sie den Mund, als ob Sie ins Schwimmbecken springen.
  • Stecken Sie den Schluckauf in eine Tüte. Wenn man in eine Papiertüte atmet, wirkt das wie Luftanhalten. Dadurch wird der Kohlendioxydgehalt des Blutes erhöht, und der Körper ist dann in erster Linie damit beschäftigt, das Kohlendioxyd abzubauen.
  • Nehmen Sie ein säurebindendes Mittel. Ein bis zwei Tabletten sollten genügen, besonders, wenn Sie welche nehmen, die Magnesium enthalten. Magnesium lindert die Reizung und beruhigt die Nerven.
  • Essen Sie langsamer. Menschen, die zu schnell essen, kauen meistens nicht sehr gut, was zu Schluckauf führen kann. Man schluckt dabei auch mehr als nur das Essen. Luft wird zwischen den Speisestücken eingeschlossen. Kauen Sie bewusst und trinken Sie in kleinen Schlucken.
  • Essen Sie nicht zuviel. Wenn der Magen zu voll ist, bekommt man leicht Schluckauf. Wenn man zu viel oder zu schnell isst, hilft sich der Körper damit, dass er Schluckauf auslöst, um der Verdauung eine Chance zu geben, sich zu erholen.
  • Vermeiden Sie scharf gewürztes Essen. Manche Gewürze reizen die Schleimhaut der Speiseröhre und des Magens. Gleichzeitig kann auch die Magensäure vom Magen in die Speiseröhre laufen. Diese überschüssige Säure kann auch Schluckauf auslösen.
  • Trinken Sie nicht zu viel. Ebenso wie Gewürze können auch alkoholische Getränke Speiseröhre und Magen reizen. Auf die Dauer kann die Schleimhaut der Speiseröhre geschädigt werden. Aber Alkoholismus ist nicht der einzige Grund dafür. Bei manchen Parties, z.B. bei solchen, die oft von Studenten gefeiert werden, werden Leute manchmal herausgefordert, so viel und so schnell wie möglich zu trinken. Das nennt man akute Nahrungsaufnahme. Die Verdauungsorgane werden nicht nur durch den Alkohol gereizt, sondern die Speiseröhre wird auch durch die großen Schlucke so schnell gedehnt, dass man Schluckauf davon bekommt.

Wenn Sie den Schluckauf nicht loswerden.

Obwohl es zum Glück selten ist, kann chronischer oder anhaltender Schluckauf ein Zeichen für eine ernste Krankheit sein. Er schätzt, dass es etwa 100 verschiedene Ursachen gibt. Zu den medizinischen Ursachen gehören u.a.: Infektionen, Nierenversagen, Leberkrankheit, Krebs, auch Lungenkrebs, Störungen des Nervensystems, Unterleibsprobleme wie z.B. Geschwüre und sogar Herzanfälle. Buchstäblich alles, was Kopf, Brust oder den Unterleib betrifft, kann damit zusammenhängen.
Normalerweise haben Menschen ungefähr drei bis fünfmal im Jahr Schluckauf. In der Regel dauert ein Anfall von Schluckauf nicht länger als eine Stunde, wobei der Schluckauf in rhythmischen Intervallen etwa alle 30 Sekunden auftritt. Sie müssen sich nur dann Sorgen machen, wenn der Schluckauf in dieser Häufigkeit mehr als eine Stunde dauert oder länger als 12 Stunden lang anhält, und nichts zu helfen scheint. Auch Schluckauf, der Sie in der Nacht wachhält, sollte untersucht werden.
In manchen Fällen verschreibt der Arzt Antacida oder ein Beruhigungsmittel, um die Verdauungsorgane zu beruhigen. In ganz schlimmen Fällen von chronischen Schluckauf kann der Zwerchfellnery operativ vom Zwerchfell getrennt werden, um die Krämpfe zu auszuschalten.

Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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