Wesentliche Krankheiten der Nieren und der Harnwege sind Urämie, Blasenentzündung, Nierensteine, Nierenkrebs und Blasenkrebs.

Die wichtigsten Untersuchungen sind

Urinstatus feststellen

  • Menge: 
    • normalerweise ca. 1,5 1/Tag
    • Vermehrung ( Polyurie) (bei Diabetes mellitus, Diabetes insipidus)
    • Verminderung unter 400 ml/Tag (Oligurie) (bei Durst und ungenügender Flüssigkeitszufuhr, Nierenleiden, Kreislaufinsuffizienz)
    • Versiegen der Harnbildung unter 100 ml/Tag = Anurie (bei Kreislaufschock, Nierenversagen). (Anurie ist nicht zu verwechseln mit Harnretention, wo Urin zwar gebildet, aber in der Blase zurückbehalten wird, z. B. bei Prostatahyperplasie).
  • Farbe:
    • Klar, hell- bis dunkelgelb, je nach Konzentration.
    • Bräunlich bis rot durch Blutbeimengungen (Hämaturie), dunkelbraun durch Gallenfarbstoffe.
    • Auch durch Medikamente und Nahrungsmittel sind Verfärbungen möglich.
  • Spezifisches Gewicht: Es schwankt normalerweise je nach Konzentration zwischen 1012 - 1024, evtl. sogar zwischen 1001 (spez. Gewicht von Wasser = 1000) und 1040, z. B. bei hohem Zuckergehalt. Die Einheit für das Spezifische Gewicht ist hier g/l (Gramm/Liter) 
  • pH = Säurewert: Normalerweise ist Urin leicht sauer, bei pflanzlicher Kost alkalisch.
  • Urinsediment = Bodensatz, durch Zentrifugieren gewonnen. Enthält Schleim, wenig Zellen (Epithelien und Leukozyten) und Salze.
    • Als krankhafte Beimengungen kommen vor:
    • Erythrozyten
    • Bakterien (Katheter- oder Mittelstrahlurin verwenden)
    • Ausgüsse von Nierenkanälchen (Zylinder).
  • Bakterienkulturen:
    • Uricult zur Keimzahlbestimmung im Urin.
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Weiter wird nach Stoffen gesucht, die im normalen Urin nicht vorkommen:

Blutuntersuchungen

  • Vermehrung harnpflichtiger Substanzen im Blut bei ungenügender Nierenfunktion, z. B. Harnstoff, Kalium.

Funktionsproben

  • Diese Proben zeigen, wie rasch und vollständig die Nieren gewisse Stoffe aus dem Blut abfiltrieren können. Die Teststoffe werden in eine Vene gespritzt und müssen nach einer bestimmten Zeit im Urin vorhanden sein.

Blasenspiegelung (Zystoskopie)

Röntgenuntersuchungen

  • Pyelogramm: Darstellung der Nierenbecken und der Harnleiter durch Kontrastmittel, die entweder intravenös gespritzt oder durch die Blase eingeführt werden.
  • Arteriographie: Darstellung der Gefäße.

Ultraschall-Untersuchung

Untersuchung mit radioaktiven Stoffen (Szintigraphie)

Biopsie

  • Gewebeentnahme zur mikroskopischen Untersuchung.

Siehe auch

  • Nierenkrankheiten 
  • Krankheiten der Harnwege
  • Geschwülste der Nieren und Harnwege
Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.