Ein Furunkel ist eine tiefreichende, schmerzhafte und eitrige Entzündung in der Haut unter Einschmelzung eines Haarbalgs.

Diese Eiterbeule kann bis zu einigen Zentimeter groß sein, ein starkes Ödem in der Umgebung aufweisen und einen zentralen Eiterpfropf in der Mitte haben. Die Ursache der Entzündung ist meist das Bakterium Staphylococcus aurus.

Mittel zur Behandlung von Furunkeln

Die meisten Furunkel entstehen, wenn ein Haarfollikel mit Staphylokokken infiziert wird, einer Bakterienart, die sich oft auf unserer Haut befindet. Die Größe des Furunkels hängt davon ab, wie tief die Infektion sitzt oder wie tief das infizierte Haarfollikel sitzt. Je tiefer die Infektion, desto größer das Furunkel. Ein kleines, oberflächliches Furunkel sieht aus wie ein kleiner Pickel auf der Haut.

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Furunkel können auf jedem Körperteil auftreten, auf dem sich Haarfollikel befinden. Ausgeschlossen sind daher nur Lippen, Handflächen und Fußsohlen. Männer bekommen öfter Furunkel als Frauen. Furunkel treten meist am Hals, an der Taille, am Gesäß und an den Oberschenkeln auf. Die meisten Furunkel entstehen durch eine Art Trauma der Haarfollikel, wodurch die Staphylokokkenbakterien eindringen können. Dies kann schon durch den Gebrauch einer fettigen Salbe geschehen, die die Follikel verstopft, oder durch zu enge Kleidung, die gegen das Haarfollikel reibt. Manche Menschen tragen eben mehr Staphyokokkenbakterien auf der Haut als andere und sind daher für Staphylokkeninfektionen der Haarfollikel anfälliger.
Leider gibt es nicht viel, dass Sie gegen ein Furunkel machen können, wenn es erst einmal da ist. Die übliche Behandlungsmethode bei Furunkeln ist, sie auszutrocknen. Wenn Sie dies also zu Hause erreichen können, benötigen Sie wahrscheinlich keine Antibiotika. Die meisten Furunkel müssen einfach ihren Lauf nehmen. Sie können jedoch versuchen, diesen Prozess einfach zu beschleunigen.

Hier sind einige Vorschläge:

  • Warme Umschläge. Legen Sie mehrmals am Tag w Kompressen auf das Furunkel. Dieses Hausmittel soll bewirken, dass sich das Furunkel öffnet oder innerlich absorbiert wird. Halten Sie dazu eines Waschlappen unter warmes (nicht heißes) Wasser und legen Sie diesen Waschlappen fünf Minuten lang auf das Furunkel. Dies sollten Sie drei bis viermal am Tag wiederholen. Die Wärme erhöht die Blutzufuhr im entzündeten Bereich. Dadurch kann der Körper die Toxine besser bekämpfen und die Infektion beenden. Ein warmes Bad oder ein Heizkissen bewirken dasselbe.
  • Nicht aufstechen. Wenn das Furunkel eine Durchbruchstelle bildet, widerstehen Sie dem Drang, es aufzustechen oder auszudrücken, besonders wenn es sich auf Ihrer Nase oder Wange befindet. Wenn sich eine Durchbruchstelle bildet, brauchen Sie es gar nicht aufzustechen. Legen Sie nur weiterhin warme Kompressen auf, dann bricht das Furunkel von alleine. Kratzen und Ausdrücken verschlimmert die Sache nur.
  • Drücken Sie leicht nach. Wenn das Furunkel aufbricht, drücken Sie leicht nach, um verbleibenden Eiter herauszubekommen. Keine Gewalt anwenden! Helfen Sie nur ein wenig nach, indem Sie das Furunkel ein wenig melken. Wenn das Furunkel durchgebrochen ist, trocknet es normalerweise aus und verschwindet in wenigen Tagen.
  • Kleben Sie ein Pflaster darauf. Wenn es einmal aufgebrochen ist, sollten Sie das Furunkel mit einen Pflaster schützen. Dadurch verhindern Sie, dass Eiter auf Ihre Kleidung läuft und schützen die Stelle gleich einer neuen Infektion.
  • Tragen Sie keine Lösungen auf. Vermeiden Sie Lösungen, die angeblich das Sekret herausziehen. Solche Lösungen irritieren die Haut meist nur noch mehr. Solche Salben sollen das Furunkel reizen, damit die Eiterbildung beschleunigt wird. Durch Eiteransammlung erhöht sich der Duck im Inneren des Furunkels, wodurch es irgendwann von selbst platzt und  ausläuft. Durch den erhöhten Druck, der durch solche Salben entsteht, werden Eiter und Bakterien tiefer in die Haut gedrückt und könne dadurch sogar in die Blutbahn gelangen. Wenn diese Bakterien einmal im Blut sind, können sie jedes Körperorgan befallen. Äußerliche Antibiotika wirken ebenfalls nicht gegen Furunkel, weil die Infektion bereits zu tief ist.
  • Verwenden Sie eine antibakterielle Seife oder Lösung. Wenn Sie besonders anfällig für Furunkel sind, sollten Sie Ihre Haut regelmäßig mit einer solchen Seife oder Lösung waschen. Betadinlösung und Deoseifen enthalten antibakterielle Mittel und sind gut wirksam. Dabei wirkt pHisoDerm Reinigungslösung auch sehr gut. Solche Seifen und Lösungen sind ohne Rezept erhältlich.
  • Wählen Sie Ihre Feuchtigkeitscreme sorgfältig aus. Vermeiden Sie Cremes, die auf Ölbasis hergestellt werden. Solche Cremes verstopfen leicht die Haarfollikel und machen sie anfälliger für Infektionen.
  • Meiden Sie enge Kleidung. Enganliegende Kleidung kann gegen die Haarfollikel reiben und sie reizen, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit, ein Furunkel zu bekommen, erhöht. Tragen Sie, wenn möglich, lieber weite Kleidung, besondemrs dort, wo Sie schon einmal ein Furunkel hatten.

Wann ist es Zeit, zum Arzt gehen?

Egal, ob Sie das Furunkel schon mit Hausmitteln behandelt haben oder nicht: Gehen Sie sofort zum Arzt, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Der Bereich um das Furunkel ist gerötet.
  • Sie haben Schmerzen in den Lymphknoten in der Nähe des Furunkels.
  • Sie bemerken eine rote Linie, die von dem Bereich, indem sich das Furunkel befindet, ausgeht. Dies sind Anzeichen dafür, dass die Infektion ins Lymphsystem oder in die Blutbahn gewandert ist. Entweder, Sie benötigen Antibiotika, oder das Furunkel muss geöffnet werden, um das Sekret herauszulassen. Furunkel sind normalerweise nicht gefährlich. Manchmal sind sie es aber, und dann müssen Sie aufpassen. Menschen mit einer chronischen Krankheit, wie z.B. Krebs oder Nierenproblemen, sollten noch vorsichtiger sein. 

Darüberhinaus sollten Sie auf eine Selbstbehandlung verzichten und sofort einen Arzt aufsuchen, wenn Sie:

  • mehr als ein Furunkel auf dem Körper haben,
  • ein Furunkel auf der Nase oder Wange haben,
  • ein Furunkel haben, das größer als ein Eurostück ist,
  • ein Furunkel haben, das mehr als sieben Tage anhält.

Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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