Eine Krankheit der Atmungsorgane betrifft die Atemwege, die Lunge, die Bronchien oder das Brustfell. Krankheiten der Atmungsorgane sind beispielsweise Schnupfen, Sinusitis, Mandelentzündung, Bronchitis und Lungenentzündung.

Wichtige Untersuchungen:

  • Atemfrequenz: normal sind 16 - 20 Atemzüge pro Minute.
  • Atemtiefe: bei Erkrankungen kann die Atmung oberflächlich oder abnormal vertieft sein.
  • Atemrhythmusregelmäßig oder unregelmäßig.
  • Atembewegungen des Brustkorbes: sie können seitengleich oder ungleich sein, verstärkt oder vermindert (starrer Thorax).
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Untersuchung der Lungen

  • Abhören des Klopfschalles über der Lunge ( Perkussion)
  • Abhören des Atemgeräusches mit dem Stethoskop (Auskultation). Durch beide Methoden werden Änderungen des Luftgehaltes der Lungen festgestellt, durch die Auskultation auch Änderungen der Luftströmung und Rasselgeräusche (z. B. bei Bronchitis).
  • Röntgenaufnahme des Thorax: Änderungen der Beschaffenheit des Lungengewebes werden sehr genau festgehalten. Dadurch können auch kleine Krankheitsherde (Tumoren, Entzündungen) erkannt werden, die noch keine Krankheitssymptome verursachen.
  • Bronchoskopie: (Bronchienspiegelung), oft gleichzeitig Biopsie.

Wichtige Symptome:

  • Husten: Entsteht durch Reizung der Schleimhaut an Luftröhre und Bronchien. Er kann trocken sein (Reizhusten) oder mit Auswurf verbunden.
  • Auswurf (Sputum): Ausscheidung der Schleimhaut der Atemwege. Menge und Beschaffenheit des Sputums sowie die bakteriologische Untersuchung können Hinweise auf die zugrunde liegende Erkrankung geben. Ein ernstes Zeichen ist blutiger Auswurf ( Hämoptoe).
  • Blausucht (Zyanose): Bei herabgesetztem Sauerstoffgehalt bekommt das Blut einen dunkelrot-violetten Farbton, dadurch entsteht eine bläuliche Verfärbung der Haut an Lippen, Ohrläppchen, Wangen und Fingerspitzen. Allerdings ist die sichtbare Zyanose kein Maß für die Schwere des Sauerstoffmangels, da sie von äußeren Bedingungen abhängig ist, wie Beleuchtung und Hautdicke.
  • Atemnot (Dyspnoe): Die Atmung wird vom Patienten als Anstrengung empfunden, er hat Lufthunger. Meist liegt ein Sauerstoffmangel zugrunde, den der Patient durch vermehrte Atmung auszugleichen versucht. Verschlimmernd wirken Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und psychische Faktoren (Angst).

Ursachen für ungenügenden Sauerstoffgehalt im Blut:

  • Verminderung des belüfteten Lungengewebes. Die Anzahl der Sauerstoff austauschenden Lungenbläschen ist herabgesetzt.
    • Beispiele: Lungenentzündung, Emphysem, Verdrängung von Lungengewebe durch Flüssigkeit oder Gas im Pleuraraum.
  • Verminderung des Sauerstofftransportes durch das Blut.
    • Beispiele: Blutarmut, verlangsamte Blutströmung bei Herzversagen, Verschluss von Lungengefäßen bei Embolie, Schädigung des Hämoglobins durch Giftstoffe (Kohlenmonoxyd).

Siehe auch

Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.