Die Grippe ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren hervorgerufen wird. Das Virus wird direkt von Mensch zu Mensch übertragen (Tröpfcheninfektion).

Es gibt verschiedene Stämme, und das Virus ändert sich immer wieder, so dass kein bleibender Schutz nach einer Erkrankung entstehen kann.

Symptome:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Mattigkeit
  • Entzündung der Schleimhäute der Luftwege mit Schnupfen, Rachenentzündung (Pharyngitis) und Bronchitis.

Komplikationen:

  • Oft kann auf den geschädigten Schleimhäuten eine bakterielle Infektion auftreten.
  • Lungenentzündung, die sehr gefährlich im Alter werden kann.

Therapie:

Gestern ging es Ihnen noch fabelhaft. Heute fühlen Sie als ob Sie mindestens 100 Jahre alt wären. Ihr Kopf schmerzt, Ihre Haut reagiert empfindlich auf Berührungen, und Sie frieren bis auf die Knochen, obwohl ihr Kopf glüht. 
Der Begriff 'Grippe' wird auch oft im Zusammenhang mit allen möglichen Virusinfektionen der oberen Atemwege verwendet. Aber genaugenommen ist die Grippe jedoch ein ganz bestimmtes Virus. Grippeviren treten jährlich auf und greifen meist nur zwischen den Monaten Oktober und April an.
Meistens sind es Kinder, die die Grippe bekommen. Zuerst beobachten wir, dass die Zahl der Kinder, die wegen Krankheit in der Schule fehlen, ansteigt. Dann steigt die Zahl der Kinder, die mit Atemwegserkrankungen ins Krankenhaus gebracht werden. Anschließend beobachten. wir, dass mehr und mehr Erwachsene mit Lungenentzündung oder der Verschlimmerung von bestehenden Herz- oder Lungenproblemen eingeliefert werden.
Es gibt zwei Hauptstämme des Grippevirus: Influenza A und Influenza B, und jeder dieser Stämme verändert sich von Jahr zu Jahr leicht. Wenn man also in einem Jahr die Grippe hatte, bedeutet das also nicht, dass man im nächsten Jahr gegen die Grippe geschützt ist. Ab und zu tritt eine Grippewelle auf, die wir 'pandemisch' nennen, d.h. wenn ein völlig neues Grippevirus auftaucht, das eine viel höhere Zahl von Infektionen und Toten verursacht. Das letzte Virus dieser Art wurde in den USA im Jahre 1977 registriert.
Egal welcher Stamm für die Grippe verantwortlich ist, die Symptome sind weitgehend dieselben. Dazu gehören: hohes Fieber, Halsschmerzen, trockener Husten, starke Muskel- und Gliederschmerzen, Erschöpfung und Appetitlosigkeit. Manche Leute klagen auch über Schmerzen und Steifheit in den Gelenken. Normalerweise halten die Schmerzen und das Fieber nur drei bis fünf Tage an. Die Erschöpfung und der Husten können jedoch mehrere Wochen lang bleiben..
Die Veränderung von Grippestämmen von Jahr zu Jahr erschwert auch die Entwicklung einer hundertprozentig wirksamen Grippeschutzimpfung. Die Impfstoffe enthalten meist die Antikörper des vergangenen Jahres. Dies ist ein echtes Hindernis in unseren Bemühungen, die Menschen Jahr für Jahr vor dem Grippevirus zu schützen. Dennoch ist die Grippeschutzimpfung noch zu etwa 80 Prozent wirksam, wenn man sie bekommt, bevor die Grippesaison beginnt (am besten im September oder Oktober). Wenn Sie es sich also wirklich nicht leisten können, krank zu werden, ist eine Grippeimpfung wirklich keine schlechte Idee. Und wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören (siehe "Soll ich mich impfen lassen?"), ist die Grippeschutzimpfung ein Muss.
Wenn Sie andererseits das Rennen gegen das Grippevirus verlieren, gibt es einige Dinge, die Sie tun können, um sich besser zu fühlen und Ihrem Körper die Möglichkeit zu geben, gegen das Virus anzukämpfen.

  • Ruhen Sie sich viel aus. Dies ist besonders aufgrund des hohen Fiebers wichtig, das die Grippe begleitet. Dies sollte Ihnen nicht schwer fallen, wenn man bedenkt, dass Erschöpfung eines der Hauptsymptome bei Grippe ist. Sie wollen sicher sowieso am liebsten nur im Bett oder auf der Couch liegen. Betrachten Sie es als eine gute Möglichkeit, sich vom Alltagsstress zu erholen. Und wenn Sie unbedingt weiterarbeiten müssen, dann gehen Sie wenigstens früher als sonst zu Bett und versuchen Sie, morgens ein wenig später ins Büro zu gehen.
  • Nehmen Sie Aspirin, Paracetamol oder Ibuprofen nur, wenn es unbedingt sein muss. Eines der charakteristischen Symptome der Grippe ist ein hohes Fieber, meist von 38,9' bis 41,1°C. Kopfschmerzen treten ebenfalls fast immer bei Grippeinfektionen auf. Wenn Sie das Fieber senken, verhindern Sie Dehydrierung und reduzieren den extremen Schüttelfrost, der mit dem Fieber einhergeht. Andererseits ist es manchmal auch gut, das Fieber einfach seinen Lauf nehmen zu lassen, da es dem Körper tatsächlich sogar bei der Bekämpfung des Grippevirus hilft (siehe "Grippemythen"). Die Arzneimittel, die Aspirin und Ibuprofen enthalten, wirken meist besser gegen Schmerzen, während Paracetamol meist besser gegen Fieber wirkt. Menschen, die Probleme mit dem Magendarmtrakt haben und/oder unter Magengeschwüren leiden, sollten dieae Medikamente meiden, da sie die Beschwerden verschlimmern können. Personen unter 21 Jahren während der Grippesaison kein Aspirin nehmen, da die Kombination von Aspirin und Grippe in dieser Altersgruppe mit dem Reye-Syndrom in Zusammenhang gebracht wird, einer oft tödlichen Krankheit, die durch einen plötzlichen Abfall der Gehirn- und Leberfunktion charakterisiert wird.
  • Trinken, trinken, trinken. Das meint natürlich nicht alkoholische Getränke. Aber wenn Sie genügend antialkoholische, entkoffeinierte Getränke zu sich nehmen (Koffein wirkt entwässernd und erhöht den Flüssigkeitsverlust noch mehr), so hilft das, Ihren Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten und Schleim zu verflüssigen. Warme, klare, gesalzene Brühe scheint Leuten mit Grippe, die unter Appetitlosigkeit leiden, meistens gut zu bekommen. Säfte eignen sich ebenfalls gut, um den Nährstoffhaushalt auszugleichen, wenn Sie sonst nicht viel essen.
  • Sorgen Sie im Winter für hohe Luftfeuchtigkeit im Haus. Grippeviren können bei trockener Luft besser überleben. Das erklärt auch, warum Sie im Winter, wenn wir unsere Häuser mit künstlicher Wärme heizen, häufiger auftreten. Wenn Sie im Winter für höhere Luftfeuchtigkeit in Ihrem Haus sorgen, tragen Sie nicht nur zur Eindämmung des Virus bei, Sie werden sich auch besser fühlen, wenn Sie die Grippe schon haben. Wenn Sie richtig krank sind, bewirkt zusätzliche Luftfeuchtigkeit durch einen Kalt- oder Warmluftbefeuchter Wunder.
  • Unterdrücken Sie trockenen Husten. Sie können zu rezeptfreien Hustenstillern greifen, um einen trockenen Husten zu lindern, der Sie von Ihrem wohlverdienten Schlaf abhält. Hustenmittel, die Dextromethorphan enthalten, sind bei trockenem Husten am besten geeignet.
  • Unterstützen Sie einen "produktiven" Husten. Andererseits gilt ein Husten, der Schleim löst, als produktiv und sollte nicht durch Hustenmedikamente unterdrückt werden. Wenn Sie viel trinken, hilft das ebenfalls, den Schleim eines produktiven Hustens zu lösen und lindert auch den Husten selbst ein wenig.

Sollten Sie sich impfen lassen?

Jeder, der die Chancen, an Grippe zu erkranken, reduzieren will, sollte sich impfen lassen. Es ist jedoch besonders für die folgenden Personen wichtig, sich gegen Grippe impfen zu lassen:

  • Personen mit chronischen Herz- und Lungenkrankheiten. Das Virus kann diese Erkrankungen verschlimmern, schwere Komplikationen verursachen und sogar zum Tod führen.
  • Personen über 65 Jahren, besonders, wenn sie in einem Alters- und Pflegeheim leben. Viren verbreiten sich schneller in solchen Einrichtungen. Schlimmer noch, Grippeviren befallen das bereits geschwächte Immunsystem älterer Menschen, was zu Lungenentzündung und sogar zum Tod führen kann.
  • Menschen mit anderen chronischen Krankheiten, wie Asthma, Diabetes, Nierenerkrankungen oder Krebs. Immer, wenn der Körper schon mit anderen Krankheiten kämpft, kann eine weitere Infektion zu schwerwiegenden Problemen führen.
  • Kinder, die regelmäßig für bestimmte Krankheiten Aspirin nehmen, wie z.B. für chronische Arthritis. Wie schon gesagt, kann der Grippevirus bei Kindern, die Aspirin nehmen, das Reye-Syndrom auslösen.
  • Personen, die im Gesundheitssektor arbeiten. Obwohl die Grippe für diese Personen selbst keine große Gesundheitsgefährdung darstellt, so kann sie jedoch für die Patienten eine schwerwiegende Bedrohung sein.
  • Schwangere Frauen, die einer der oben genannten Risikogruppen zugehören. Der Impfstoff muss jedoch nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel gegeben werden, um das Embryo nicht zu schädigen.


Grippemythen

Obwohl bereits das Gegenteil bewiesen wurde, halten sich noch immer einige Mythen über die Grippe. Ein Mythos hat mit einer Krankheit zu tun, die oft als "24 Stunden-Grippe oder Magen-Darm-Grippe" bezeichnet wird. Diese Krankheit wird durch ein plötzliches Auftreten von Erbrechen und Durchfall zusammen mit allgemeinem Unwohlsein charakterisiert. Obwohl diese Krankheit durch ein Virus ausgelöst wird, wird sie jedoch nicht durch den Grippevirus ausgelöst und hat somit eigentlich auch gar nichts mit der richtigen Grippe zu tun. Der korrekte Begriff für diese Art der Erkrankung ist "Gastroenteritis", was auf eine Infektion des Magendarmtrakts hinweist.

Ein anderes, verbreitetes Mythos über die Grippe ist, dass man sie (genauso wie normale Erkältungen) eher bekommt, wenn es einem kalt ist oder man friert. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen, die mehrere Stunden lang extremen Temperaturen ausgesetzt waren, auch nicht anfälliger für Erkältungen und Grippe waren als diejenigen, die warm und trocken blieben. Das Mythos ist wahrscheinlich aufgrund des starken Schüttelfrosts entstanden, eines der ersten Grippesymptome, wodurch viele Menschen glauben, dass sie sich irgendwie "erkältet" haben. wodurch die Krankheit entstanden ist.

Ein zusätzlicher Mythos ist der Glaube, dass fiebersenkende Medikamente dabei helfen, die Krankheit zu heilen. "Experimentelle Grippestudien bei Tieren haben gezeigt, dass der Virus länger bestehen bleibt. wenn die Körpertemperatur durch Medikamente künstlich reduziert wurde. Obwohl Sie sich mit solchen Medikamenten also besser fühlen, helfen diese Ihnen nicht dabei, das Virus zu bekämpfen. 

Wann ist es Zeit, den Arzt aufzusuchen?

Zeichen dafür, dass es Zeit ist, Ihren Arzt aufzusuchen, sind hohes Fieber, das länger als drei Tage anhält, anhaltender oder schlimmer werdender Husten (besonders zusammen mit schweren Schmerzen in der Brust oder Atemnot), oder wenn es Ihnen überhaupt nicht besser geht. Dies könnten Anzeichen einer sekundären bakteriellen Infektion sein, die mit verschriebenen Antibiotika behandelt werden müssten. Personen mit bestehenden Lungen- oder Herzkrankheiten sollten beim ersten Anzeichen einer Grippe mit ihrem Arzt sprechen.

Siehe auch

  • Vogelgrippe
  • Magen-Darm-Grippe
Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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