Für raue Hände gibt es verschiedene Gründe: Niedrige Temperaturen, trockene Heizungsluft im Winter, körperliche Arbeit oder häufiges Händewaschen mit Seife. Letzteres dürfte wohl derzeit für die meisten Menschen zutreffen, vor allem die Verwendung von Desinfektionsmittel.

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Therapie mit Hausmitteln

Unter trockener Haut zu leiden ist schlimm genug, aber manchmal wird trockene Haut so schlimm, dass sie zu rauer Haut wird rot, rau, schuppig und sogar rissig und blutig. Die Hände werden oft zu Opfern solcher Leiden, da sie tagtäglich missbraucht werden, indem wir sie immer wieder waschen, ätzenden Chemikalien, Reinigungsmitteln und den Elementen aussetzen. Ob Sie Briefträger, Konservenfabrikarbeiter oder Barkeeper sind oder als Mutter oder Vater zigmal am Tag Windeln wechseln, Sie lassen Ihre Hände wahrscheinlich "auf dem Trockenen sitzen".
Um zu verstehen, warum die Hände so schlecht wegkommen, hilft es, einen Blick auf die Hautzusammensetzung zu werfen. Betrachten Sie Ihre Haut als eine ununterbrochene Schichtung von Öl und Wasser. Die Oberhaut, die als Stratum corneum bezeichnet wird, besteht aus 6 bis 12 Zellschichten. Diese Schichten enthalten Lipide, oder Fette, die als Barriere funktionieren, die die Feuchtigkeit in Ihrer Haut zurückbehält. Weil die umgebende Luft trockener als Ihr Körper ist, verhindert diese Barriere, dass Sie Wasser von innen heraus verlieren.
Leider können das ständige Nässen und Trocknen, denen unsere Haut im Laufe eines durchschnittlichen Tages ausgesetzt wird, die schützenden Öle entfernen, die dazu beitragen, die Feuchtigkeit einzuschließen. Außerdem können sie die Haut beschädigen, indem sie sie austrocknen. Wenn Feuchtigkeitsverlust und Entfernung des natürlichen Schutzmantels der Haut zusammenkommen, ist das Endergebnis trockene Haut, die schnell rau und schmerzhaft werden kann.
Im Winter leidet man am ehesten unter trockenen, rauen Händen, da eine Kombination von Faktoren zusammen trifft. Innen reduziert die Heizung den Feuchtigkeitsgehalt der Luft, was dazu führt, das Wasser Ihrer Haut entzogen wird. Gleichzeitig rauben die kalte, trockene Luft und der Wind draußen Ihrer Haut die wertvolle Feuchtigkeit.

Ihre Haut wird um so eher trocken wird, je älter Sie sind.
Leider ist trockene oder raue Haut nicht nur unangenehm, sondern kann die Haut auch anfälliger für andere Arten von Beschädigungen machen, wie bakterielle Infektion. Zudem kann sie die Haut für die Wirkung reizender Substanzen wie Reinigungsmittel empfindlicher machen.

Hier folgen die Empfehlungen der Experten, wie man trockene, raue Hände schützt und wiederherstellt.

    • Tragen Sie draußen Handschuhe oder Fäustlinge. Wahrscheinlich hat Ihre Mutter Ihnen das jedes Mal gesagt, wenn Sie im Winter an die Tür gingen.

 

    • Ziehen Sie bei der Arbeit Handschuhe an. Tragen Sie  Vinylhandschuhe "so oft es geht", wenn Sie Geschirr spülen, die Badewanne schrubben oder sonst Ihre Hände Chemikalien und Reinigungsmitteln aussetzen. Vinylhandschuhe sind Gummihandschuhen vorzuziehen, weil sie keine allergischen Reaktionen auslösen. Futter aus Baumwolle ist ein zusätzlicher Vorteil, weil es helfen kann, die Transpiration abzuführen, die raue Haut weiter reizen kann. Das Tragen von Handschuhen aus Baumwolle beim Ausführen "trockener" Arbeit wie Staubwischen kann auch Reibung und potentielle Beschädigung reduzieren.
    • Schützen Sie sich vor der Sonne. Die ultraviolett Sonnenstrahlen beschädigen die Haut und werden Trockenheit und Aufplatzen nur verschlimmern. Also sollten Sie darauf achten, eine Sonnenschutzcreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von wenigstens 15 auf die der Sonne ausgesetzte Haut aufzutragen, wenn Sie nach draußen gehen.
    • Schmieren Sie sich mit Vaseline ein. Die Experten sind sich darüber einig, dass sich Vaseline für die Behandlung rauer Haut am besten eignet. Hier eine Methode, um gute Resultate zu erzielen, ohne dass die Vaseline überall eingeschmiert wird: Reiben Sie die Vaseline abends bevor Sie ins Bett gehen, und ziehen Sie sich Handschuhe aus Baumwolle an. Sie könnten so etwas auch machen, bevor Sie sich hinsetzen, um fernzusehen oder die Zeitung zu lesen. Eine Woche regelmäßigen Einschmierens mit Vaseline wird zu zarter Haut führen.

 

    • Benutzen Sie Feuchtigkeitscremes. Wenn Sie schmierende Vaseline nicht auf der Haut mögen, verwenden Sie ein Produkt, das Ihnen zusagt. Unter den von Dermatologen empfohlenen Produkten sind Eucerin, Nivea, Lubriderm, Moisturel und Aquaflor zu nennen. Denken Sie daran, dass eine Creme Ihre Haut besser schützt als eine Lotion, weil sie dicker und schwerer ist. Aber egal welches Produkt Sie wählen, achten Sie darauf, es mehrmals am Tag aufzutragen, besonders nach einem Bad oder nach dem Händewaschen.
    • Kümmern Sie sich nicht um Lanolin. Was Lanolin betrifft, einen Inhaltsstoff, der von einigen Menschen als höchst allergen bezeichnet wird. Es ist etwa so sensibilisierend wie Wasser.
    • Lassen Sie die "Wunder"-Inhaltsstoffe im Regal. Mit anderen Worten. Sie brauchen kein Vitamin-A, -E oder -C und kein Nerzöl.
    • Schonen Sie Ihre Brieftasche - wie auch Ihre Hände. Je kostspieliger, desto weniger nützlich ist es wohl.
    • Vermeiden Sie Duftstoffe. Obwohl Duftstoffe für nur wenige allergische Reaktionen verantwortlich sind, können sie dennoch einen allergischen Ausschlag bei einigen empfindlichen Menschen auslösen.
    • Verwenden Sie eine schonende Seife. Ivory hat den Ruf, rein zu sein, ist aber alles andere als hautschonend. Wählen Sie eine stark/übermäßig fetthaltige Seife oder sogar eine Reinigungsmilch. Einige Vorschläge: Dove, Basis, Eucerin, Aquanil, S.C. Lotion oder Moisturil. Cetaphil wird von Dermatologen als eines der schonendsten Produkte, die man kaufen kann, gepriesen und für Problemhaut empfohlen. Halten Sie sich fern von Deoseifen, Lever 2000 ausgenommen.

 

  • Vermeiden Sie heißes Wasser. Je heißer das Wasser, desto besser entfernt es Öl, sei es das Fett vom Geschirr oder die wertvollen Öle von Ihrer Haut. Benutzen Sie warmes Wasser fürs Baden und Händewaschen.
  • Befeuchten Sie Ihr Haus. Diese Maßnahme schützt nicht so effektiv vor trockener Haut wie andere, aber es hilft dennoch, die Luft im Haus zu befeuchten.

Die Kraft der Vaseline

Sie ist dick, schwer und schmierig, aber sie dürfte das wirksamste (und wohl auch das billigste) auf dem Markt erhältliche Mittel sein, wenn es um die Behandlung trockener, rauer Haut geht.
Bis vor kurzem glaubten die meisten Ärzte, dass die heilenden Eigenschaften der Vaseline allein auf ihre verschließenden Eigenschaften zurückzuführen seien. Mit anderen Worten, sie schließt die Feuchtigkeit in die Haut ein und verhindert Ihre Verdampfung. Sie vermuteten, dass Vaseline im Gegensatz zu anderen Feuchtigkeitscremes einfach auf der Hautoberschicht liegen bleibt.
Eine im Jahre 1992 veröffentlichte Untersuchung zeigte jedoch, dass Vaseline schließlich doch mehr macht, als nur die Haut zu bedecken. Im Laufe der Untersuchung trugen Forscher Aceton sowohl auf die Haut von freiwilligen Versuchspersonen als auch einer Rasse haarloser Mäuse auf, um die Lipide in der Haut zu entfernen, wobei trockene Haut entstand. Dann wurde Vaseline aufgetragen. Dabei drang die Vaseline in die oberen Zellenschichten ein und ersetzte die dort fehlenden Lipide oder Fette. Die Fette in diesen äußeren Zellenschichten funktionieren normalerweise als Barriere, um das Verdunsten der Feuchtigkeit in der Haut zu verhüten. Die Vaseline schützte die Haut am wirksamsten, wenn sie aufgetragen wurde, kurz nachdem die Haut beschädigt wurde.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Wenn raue Haut sich länger behauptet, ist sie vielleicht nicht aufgesprungen. Beachten Sie diese Zeichen, die darauf hinweisen, dass Ihre Hände mehr als nur rau sind:

  • Juckende Haut
  • Angeschwollene oder entzündete Haut
  • Nässende, triefende Blasen
  • Silberne Schuppen (ein Zeichen von Schuppenflechte)

Durch Reizung verursachte Kontaktdermatitis, ein Ausschlag, der durch übermäßigen Kontakt mit Chemikalien, Reinigungsmitteln und anderen Reizerregern entsteht, könnte Schuld an Ihrer "aufgesprungenen" Haut sein. Eine Allergie gegen Substanzen, die von Giftefeu bis zum Nickel in Modeschmuck reichen, kann auch einen Ausschlag hervorrufen. Außerdem kann intensives Kratzen zu einer bakteriellen Infektion führen, deren Heilung die Behandlung mit einem rezeptpflichtigen Antibiotikum erfordert. Wenn Sie vermuten, dass Ihre Hände mehr als nur aufgesprungen sind, besuchen Sie Ihren Arzt.

 

Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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