Das Zähneknirschen (Bruxismus) tritt vorwiegend während der Nacht im Schlaf auf, ist häufig durch seelische Anspannung bedingt, kann die Zähne schädigen und wird durch das Tragen einer Zahnschiene gelindert.

Jeder reagiert anders auf übermäßigen Stress. Manche Menschen bekommen ein Magengeschwür, andere Bluthochdruck und manche Menschen knirschen mit ihren Zähnen oder beißen sie aufeinander.
Stress, so wird heute angenommen, ist die Hauptsache für das Zähneknirschen oder -aufeinanderbeißen, sagen Zahnforscher. Früher wurde eine fehlerhafte Bissstellung (die Art, wie die Zähne aufeinanderpassen) dafür verantwortlich gemacht, und Zahnärzte gingen hin, die Zähne abzuschleifen, in dem Versuch, die Bissstellung zu korrigieren.

Lesen Sie bitte unterhalb der Anzeige weiter
Bei einem kleinen Prozentsatz der Fälle sind die Schlafmuster verantwortlich. Die Gründe, warum Kinder mit den Zähnen knirschen, bleiben unklar.
Das Problem des Bruxismus, wie das Zähneknirschen und -aufeinanderbeißen genannt wird, ist die Abnutzung und Verletzung der Zähne. Dadurch kann der Zahnschmelz zerstört werden, was die Zähne faulen und schmerzempfindlich werden lässt. Auch die teure Arbeit des Zahnarztes kann durch diesen Prozess zunichte gemacht werden. Und Sie können schmerzende Kiefergelenke bekommen, was mit den Schmerzen im Gelenk und Symptomen temporomandibularer (Kiefer) Gelenkprobleme verwechselt werden kann.
Über längere Zeit hinweg kann Zähneknirschen das Kiefergelenk so stark schädigen, dass eine Gelenkentzündung entsteht. Und es erhöht den Knochenverlust bei Paradontose (Zahnfleischerkrankung), wenn es auch keine direkte Ursache für Zahnfleischerkrankungen ist.
Die Neigung zum Zähneknirschen kann ererbt sein. Bruxismus betrifft dreimal mehr Frauen als Männer. Es tritt am häufigsten bei Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren auf.
Paradoxerweise schadet das regelmäßige Zähneknirschen weniger als das periodische - so ähnlich wie bei einem Freizeitsportler, der nicht in Form ist für intensive Belastung. Wer regelmäßig mit den Zähnen knirscht, kann die Zähne abnutzen, aber seine oder ihre Muskeln werden durch die Gewohnheit stärker.
Das Aufeinanderbeißen der Zähne kann schädlicher sein als das Zähneknirschen. Ihr Kiefer ist zum Mahlen und Kauen konstruiert, aber das Aufeinanderbeißen der Zähne belastet den Kiefer isometrisch und kann zu degenerativen Veränderungen des Gelenkes führen. Außerdem sind sich Menschen, die mit den Zähnen knirschen, für gewöhnlich dieser Tatsache bewusst. Beim Aufwachen fühlt sich Ihr Kiefer steif und ermüdet an, oder aber Ihr Partner hört die Geräusche nachts. Menschen, die ihre Zähne aufeinanderbeißen, sind sich dessen möglicherweise nicht bewusst. Wenn Sie feststellen, dass sich die Schmerzen im Laufe des Tages verschlimmern, dann tun Sie auch etwas während des Tages.
Nun zu dem, was Sie tun können, um mit dem Zähneknirschen aufzuhören und bis dahin die Beschwerden zu erleichtern.

  • Tragen Sie nachts einen Schutz für Ihre Zähne. Ihr Zahnarzt kann Ihnen eine Vorrichtung aus Plastik oder Acryl fertigen, die Sie nachts tragen sollten. Das wird die Belastung durch das Zähneknirschen umverteilen und Ihre Zähne vor Schäden schützen. Das ist so als ob Sie mit Ihrem Kopf gegen die Wand schlagen und ein Kissen zwischen Ihren Kopf und die Wand halten, so das es nicht mehr weh tut. Die Meinungen gehen auseinander, ob Sie das tatsächlich vom Zähneknirschen abhält. Ihr Zahnarzt wird Sie regelmäßig untersuchen wollen, um irgendwelche Veränderungen der Zahnstellung oder kariöse Stellen festzustellen, die vielleicht durch das Tragen dieses Schutzes entstehen könnten. Aber denken Sie daran, dass, wenn dieser Schutz helfen soll, Sie auch nicht vergessen dürfen, ihn anzulegen.
  • Halten Sie Ihre Lippen geschlossen aber die Zähne auseinander. Ihre Zähne sollten sich nur berühren, wenn Sie kauen oder schlucken. Lassen Sie Ihren Kiefer fallen und fühlen Sie, wie sich Ihre Muskeln entspannen dann versuchen Sie, dieses Gefühl beizubehalten.
  • Nehmen Sie vor dem Schlafengehen ein warmes Bad. Sie können Ihre Kiefermuskeln eine Zeit lang entspannen, obwohl diese vielleicht nicht in diesem Zustand bleiben. werden.
  • Treiben Sie Sport. Mit Ihrem Körper, nicht mit Ihrem Kiefer, der tut es ja schon. Ein Spaziergang oder eine andere leichte sportliche Aktivität kann helfen, einen Teil Stress und Spannung abzubauen, die den Bruxismus verursachen.
  • Halten Sie sich Ihren Kiefer in Erinnerung. Wenn Sie während des Tages mit Ihren Zähnen aufeinander beißen, können Sie einen roten Punkt an Ihrem Telefon anbringen oder einen Aufkleber auf Ihrer Armbanduhr oder sogar einen Faden um Ihren Finger binden, um sich daran zu erinnern, den Kiefer gelöst zu lassen.
  • Bauen Sie Streß ab. Wechseln Sie Ihre Arbeitsstelle, lassen Sie sich scheiden, heiraten Sie, lassen Sie Ihre Kinder ausziehen, wenn Sie Stress abbauen, bauen Sie auch Ihren Bruxismus ab. Vergessen Sie nicht, dass freudige Erlebnisse ebensogut Stress verursachen können wie schlechte. Ich habe schon Patienten sagen hören, Sie hätten keinen Stress; dann fahren sie fort und erzählen, Sie hätten einen wundervollen Ehemann, zwei Kinder, einen tollen Beruf und seien aktiv im Lehrer-Eltern Auschuss; Sie tun dies und das und alles ist gut aber zuviel. (siehe auch: Das "Stress-Thermometer")
  • Lernen Sie Techniken, Ihren Stress zu meistern. Gehen Sie zu einem Psychologen oder Psychiater. Belegen Sie einen Kurs zur Selbstbehauptung. Praktizieren Sie Techniken wie progressive Entspannung oder angeleitete Metaphorik oder Selbsthypnose. Hören Sie Entspannungsmusik. Mit anderen Worten finden Sie etwas, was Ihnen hilft, besser mit dem Stress in Ihrem Leben fertigzuwerden.
  • Nehmen Sie ein leichtes Schmerzmittel. Ibuprofen zum Beispiel kann die Schmerzen lindern und helfen, die steifen Muskeln zu entspannen.
  • Machen Sie Warmeanwendungen. Warme, feuchte Hitze ist das Beste. Die einfachste Methode: Tränken Sie einen Waschlappen mit heißem Wasser, wringen ihn aus und legen ihn auf Ihren Kiefer. Sie können auch eine Wärmekompresse benutzen, obwohl feuchte Hitze besser eindringt. Behandeln Sie Ihre Muskeln wie ein Baseballspieler die übersäuerte Muskulatur seines Wurfarmes behandelt.
  • Massage. Das funktioniert bei dem Rest Ihres Körpers, also probieren Sie eine sanfte Massage Ihrer Kiefermuskeln.
  • Gönnen Sie Ihren Kiefermuskeln eine Pause. Meiden Sie Steak, Brot mit harter Kruste und Popcorn für eine Weile. Ihre Muskeln können eine so starke Beanspruchung nicht verkraften. Auch Kaugummi ist tabu, wenn Ihre Kiefermuskeln schmerzen.

Das "Stress-Thermometer"

Benutzen Sie Ihren Bruxismus als Indikator) dafür, dass Sie sich zu stark belasten - es ist, als ob Sie Ihre Stresstemperatur messen würden. Ermahnen Sie sich dazu, zurückzustecken und sich zu schonen.

Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

Ähnliche Artikel

Erkrankung des Magens ■■■■
Eine Erkrankung des Magens gehört zu den Erkrankungen des Verdauungssystems; - Magenentzündung (Gastritis) . . . Weiterlesen
Schnarchen ■■■■
Das Schnarchen entsteht dadurch, dass die erschlafften Gaumensegel während des Schlafes flattern. Dies . . . Weiterlesen
Arthritis-Strategie ■■■■
Eine Arthritis-Strategie ist eine Strategie, die gegen Arthritis helfen soll; - - Viele Menschen leiden . . . Weiterlesen
Erkrankung im Bereich der Mundhöhle ■■■■
Eine Erkrankung im Bereich der Mundhöhle gehört zur Gruppe der Krankheiten der Verdauungsorgane; - . . . Weiterlesen
Gicht ■■■
Die Gicht (Zipperlein) bezeichnet man auch als Hyperuricämie. Sie ist eine teils in akuten Schüben, . . . Weiterlesen
Bechterew'sche Krankheit ■■■
Die Bechterew'sche Krankheit ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gelenke an der Wirbelsäule. . . . Weiterlesen
Knochenbruch ■■■
Der Knochenbruch (Fraktur) ist eine Verletzungsfolgen an Knochen und Gelenken. Es werden 2 . . . Weiterlesen
Ischialgie ■■■
Der Ischias, ( Nervus ischiadicus) genannt, ist der längste und dickste Nerv des menschlichen . . . Weiterlesen
Haarausfall ■■■
Haarausfall: Haarausfall kann viele Ursachen haben, zB. Hormonschwankungen, schädliche Haarbehandlungen, . . . Weiterlesen
Zahnen ■■■