Zahnen (Dentition von lat. dentire) oder Zahnung ist der Durchbruch von Zähnen aus dem Kiefer in die Mundhöhle. Das Gebiss des Menschen und der meisten Säugetiere durchläuft zwei Dentitionen (Diphyodontie).

Therapie

Sabbern. Zahnfleischentzündung, Reizungen, Überempfindlichkeit. Alle Eltern, die ein Baby versorgt haben, kennen die Symptome von Zahnen, dem Prozess der ersten 12 Milchzähne, die durch das Zahnfleisch stoßen. Die Zähne, die sich bereits bilden, bevor das Baby geboren ist, und das Zahnen beginnt normalerweise im Alter von 6-7 Monaten mit einem einzelnen, unteren Schneidezahn. Die meisten Kinder haben alle Ihre Milchzähne im Alter vom 3 Jahren. Aber, wie fast alle Dinge, so kommen auch die Zähne nicht nach einem festen Zeitplan. Eltern haben oft die falschen Vorstellungen, wann Ihre Kinder die Milchzähne bekommen sollen. Der erste Zahn kommt normalerweise im Alter von 6-7 Monaten, der Bereich des Möglichen liegt jedoch zwischen 2 und 12 Monaten.

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Auch wenn es eine große Zeitspanne unter den Kindern gibt, in der die Milchzähne kommen, so sind normalerweise die mittleren Schneidezähne oben und unten im Alter von 6-12 Monaten da; die seitlichen Schneidezähne im Alter von 9-13 Monaten; die Eckzähne mit 16-22 Monaten; die ersten Backenzähne mit 13-19 und die zweiten mit 25-33 Monaten.
Der Prozess des Zahnens oder des "Durchstoßens" dieser Babyzähne kann sehr schmerzhaft für beide, das Kind und die Eltern sein. Wenn ein Zahn durch die sehr empfindliche Schleimhaut des Zahnfleisch stößt, schmerzt es, und das Baby wird normalerweise gereizt und überempfindlich. Aber jedes Kind ist anders. Jedes Kind reagiert auf das Zahnen unterschiedlich.
Manche Kinder scheinen durch das Zahnen hindurch zu kommen, ohne einen Schrei oder ein Wimmern, während andere Kinder die gesamte Zeit ruhelos und wütend sind. Wie lange das Zahnen dauert variiert genauso stark. Manche Kinder bekommen einen innerhalb weniger Stunden, und bei anderen Kindern ist es eine Angelegenheit von mehreren Tagen.
Die Symptome des Zahnens beinhalten oft Kränkeln, Sabbern, Kauen, Schreien, gerötetes Zahnfleisch, Appetitmangel, und Schlafstörungen. Hinzukommen bei manchen Babys Erbrechen, leichter Durchfall, bedingt durch Magen-Darm-Reaktionen auf die Veränderungen in der Menge und im Speichel selber. Andere Kinder wiederum entwickeln einen roten und leicht angeschwollenen Ausschlag an den Wangen, Kinn, Nacken, und Brust durch den Kontakt des Speichels mit der Haut. Manchmal verursacht Zahnen bei Babys leichtes Fieber, Verstopfung und sie gestikulieren zum Ohr, was eine Ohrentzündung vortäuschen kann. Aber seien Sie beruhigt, alle diese Symptome sind normal. Mit den hilfreichen Tipps, die nun folgen, können Sie es sich und Ihrem Kind angenehmer machen, durch die Zeit des Zahnens zu kommen.

 

    • Massieren Sie das Zahnfleisch. Druck hilft sehr oft, die Schmerzen zu lindern. Massieren Sie das Zahnfleisch vorsichtig mit einem sauberen Finger.
    • Kühlen Sie es. Das Kind lenkt es ab und das entzündete Zahnfleisch beruhigt sich, wenn das Kind auf etwas Kaltem kauen kann. nehmen Sie einen kalten Waschlappen, einen gekühlten Schnuller, eine gefrorene Banane oder eine kalte Möhre. Alles, was kalt und sicher ist, hilft. Babys mögen besonders Dinge wie Bananen, die einen tollen Geschmack haben. Geben Sie dem Kind einen Eiswürfel in einem Waschlappen gewickelt zum Lutschen. Sie müssen den Waschlappen bei kleineren Kindern selber festhalten. Lassen Sie das Kind nicht direkt auf dem Eis lutschen, da es das Zahnfleisch verletzen kann. Und halten Sie Ihr Kind immer im Augen, damit es sich nicht daran verschluckt.
    • Eisflasche geben. Einer der Tricks für jungen Mütter ist, eine Babyflasche mit Wasser oder Saft zu füllen und diese mit dem Boden nach oben im Gefrierfach einzufrieren. Dann kann das Baby vergnügt an dem eingefrorenen Nippel lutschen.
    • Lassen Sie es kauen. Alles worauf das Baby beißen kann, hilft dem Zahn durch das Zahnfleisch zu kommen. Seien Sie erfinderisch und finden Sie Sachen die Ihr Kind mögen könnte. Z.B. Apfelstücke und für kleinere Kinder Apfelstücke in einem Waschlappen, den die Eltern festhalten. Lassen Sie Kinder an etwas kauen. Die Kauhilfekekse, die man in Babygeschäften kaufen kann, sind hilfreich (manche können eine schöne Matscherei darstellen), sowie leicht angetrocknete Brötchen.

 

    • Lenken Sie Ihr Kind ab. Ablenkung ist das Beste für zahnende Baby. Versuchen Sie mit Ihrem Kind und seinem Lieblingsspielzeug zu spielen, das Kind zu schaukeln oder zu wiegen. Manchmal kann ein kleines Spiel schon genügen, um das Kind von den Beschwerden abzulenken.
    • Versuchen Sie Zahnungstabletten. Apotheken führen sogenannte pflanzliche "Zahnungstabletten", die sich nahezu sofort im Mund auflösen, sicher für Babys sind, und kurzzeitige Linderung bringen.
    • Versuchen Sie Schmerzmittel. Rezeptfreie Schmerzmittel wie z.B. Paracetamol für Babys (nicht Aspirin) kann Linderung für bis zu vier Stunden bringen. Da Sie dem Kind jedoch nicht rund um die Uhr Schmerzmittel geben können, wählen Sie eine Zeit, wie z. B. die Einschlafzeit, in der die Beschwerdefreiheit am wichtigsten ist. Geben Sie es nicht öfter als dreimal innerhalb von 24 Stunden.
    • Betäuben Sie das Zahnfleisch. Kommerzielle orale Betäubungsgels (z. B. Kamistad, Orajel und Anbesol) geben kurzzeitige (30-40 Minuten) Linderung und können dem Baby über eine schwere Zeit hinweghelfen.
    • Halten Sie ständig ein Handtuch bereit. Zahnen verursacht oft eine Menge Sabbern, das eine Hautreizung verursachen kann. Immer ein weiches Handtuch bereit halten und das Kind so oft wie möglich abwischen. Wenn das nicht ausreichend ist, sollten Sie die Haut zum Schutz mit Vaseline oder ähnlichem einreiben.

 

Wann müssen Sie zum Arzt gehen?

Manchmal können Zahnungssymptome andere schwerwiegendere Erkrankungen überdecken. Rufen Sie Ihren Arzt an, wenn Ihr Kind folgende Symptome hat:

  • Einen sehr schwerwiegenden Ausschlag auf dem Rücken, den Armen oder den Beinen. Das kann ein Anzeichen für eine bakterielle Entzündung oder eine Virusentzündung sein kann.
  • Ein nicht nachlassendes Fieber oder Eiter im Auge. Das Kind könnte eine Infektion der oberen Luftwege haben.
  • Fieber, Schwindel, Durchfall/Erbrechen und Ziehen am oder Zeigen zum Ohr. Das Baby könnte eine Ohreninfektion haben.
Der obige Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose.

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